Review
von johnny-cage
„Moving In“ oder „Firstborn“ wie der Streifen im Original heißt hat meine Aufmerksamkeit vor allem durch die illustre Besetzung erregt. Neben Robocop Peter Weller tummeln sich u.a. Sex&the City-Sternchen Sarah Jessica Parker und Iron Man Robert Downey, damals noch ohne Jr., vor der Kamera. Außerdem ist es der erste Eintrag in der Filmographie von Corey Haim.
Inhalt: Die alleinerziehende Mutter Wendy hat genug vom Singledasein und lacht sich einen neuen Freund an. Dumm nur, dass es sich dabei um einen gewalttätigen Drogendealer handelt. Als dieser dann auch noch bei Wendy und ihren beiden pubertierenden Söhnen einzieht, ist der Spass vorbei, und alles steuert auf einen Katastrophe zu.
Insgesamt hatte ich nach der Sichtung den Eindruck,gerade einen ARD-Spielfilm der Woche gesehen zu haben. Man hat es hier eindeutig mit einem Drama zu tun, welches es schwer macht, sich eine Identifikationsfigur zu suchen. Man hat die Auswahl zwischen einer Mutter, die offenbar kein Problem damit hat, dass ein Drogendealer bei ihren Kindern wohnt, und auch sonst mit der ganzen Situation einfach überfordert scheint.
Der älteste Sohn Jake, gespielt von Christopher Collet, hat offensichtlich seine eigenen Probleme, und reagiert auf den Eindringling damit, dass er sich wie das pubertäre Balg verhält, das er ist.
Bleibt eigentlich nur noch der Drogendealer, und was Peter Weller hier abzieht ist einfach Hammer. Unter all den Personen ist sein Charakter definitiv der interessanteste. Eine schauspielerische Leistung in dieser Form habe ich später nie wieder bei Ihm gesehen. Die Szenen in denen er ausrasten darf (und das sind einige) erinnern an einen Klaus Kinski, der mit zwei falschen Füßen aufgestanden ist.
Fazit: Insgesamt gibts an dem Streifen nichts auszusetzen. Corey Haim sollte später nochmal in „Rollerboys“ auf Christopher Collet treffen, und auch sonst macht es Spass, die späteren Stars in ihren Kinderschuhen zu sehen. Sonderlich aufbauend ist der Film allerdings nicht.