Review

Thriller-Spezialist Michael Apted präsentiert mit "Blink" einen packenden, düsteren Thriller, in dem eine nach einer Augenoperation unter Sehstörungen leidende junge Frau des nachts einen Mörder zufällig beim Verlassen des Tatortes schemenhaft beobachten kann. Zunächst will ihr die Polizei keinen Glauben schenken, doch als tatsächlich eine Leiche gefunden wird und weitere Menschen dem Killer zum Opfer fallen, ist schnell jeder noch so keine Hinweis von größter Wichtigkeit.
"Blink" lebt vor allem vom überzeugenden Spiel seiner Hauptdarstellerin Madeleine Stowe, die ihrer nicht unkomplizierten Rolle eine hohe, sympathische Glaubwürdigkeit verleiht. Doch auch die anderen namhaften Persönlichkeiten des Casts, Aidan Quinn und James Remar, fügen sich mit all ihrer Routine sehr gut in die Charakterkonstellation ein, womit in diesem Bereich ein sehr rundes Gesamt-Bild entsteht.
Technisch braucht sich "Blink" ebenfalls nicht zu verstecken: Zwar bietet die Optik keine herausragenden Szenen oder spektakuläre Effekte, doch schafft sie es mühelos, mit stimmigen Schauplätzen und Kameraperspektiven eine sehr dichte, zuweilen trostlose Großstadt-Atmosphäre zu erschaffen. Für Spannung ist dabei in sehr angenehmen Maße gesorgt, nie aufdringlich aber doch stets unterschwellig unheimlich und bedrohlich. Über die nicht wirklich innovative, nur durch oberflächliche Aspekte von ähnlich gelagerten Filmen abweichende Geschichte sieht man somit letztlich auch gutmütig hinweg.

Sehr solide, auf plakative Effekte verzichtende Thrillerkost nach bekanntem Schema, perfekt geeignet für den gemütlichen Fernsehabend

Details
Ähnliche Filme