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Diese zwei Stunden können mitunter etwas mit einem machen. In Zeiten, in denen Völker ohne Herkunft, ohne Bezug zu Mutter Erde das Bestehen ebendieser und den Lauf der Dinge im Allgemeinen bestimmen und alle und alles auf dem Planet vergiften, ist dies ein Stich ins Bewusstsein. Trotz gewisser optischer Defizite, 90er TV lässt grüßen, kreiert Michael Apted an Originalschauplätzen eine überzeugend spirituelle Atmosphäre. Natürlich nicht im Sinne der scheinheiligen Geld-Religion, sondern auf Basis der weniger weltlichen Kräfte. Wir spüren die Verbindung der Ureinwohner zu ihrer Heimat, der Natur und ihren Schmerz über das Eindringen der heimatlosen Fremden, welche im Takt des Profites jeden Meter beschreiten, so wie sie es seit Jahrhunderten machen. Sie scheinen angekommen. Oft vertrieben, wird das Wandervolk hier keiner mehr wegbekommen, denn ihre doppelte Zunge und ihr scharfes Schwert hat sich mittlerweile perfektioniert. Wie führt man einen Krieg, der bereits verloren ist? Im Kleinen und vielleicht auch nur noch für sein Gewissen und seinen Stolz.
Val Kilmer macht das gut, diese Zerrissenheit zwischen Soll und Sein, sicher neben "The Doors" sein wichtigstes Werk. Allerdings stiehlt Graham Greene dem Protagonisten wie bei vielen seiner Auftritte als Nebendarsteller die Show. Wakan Tanka oder wer auch immer habe beide selig.

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