Review

„Appleseed“ zeigt einmal mehr, welche Möglichkeiten man mittlerweile hat, modernste Animes zu erstellen. „Appleseed“ ist eine wahre Pracht und zum Glück stimmt auch der Inhalt.


Auf der Erde herrscht Krieg zwischen den Menschen und Robotern. Eine der besten Soldatinnen ist Deunan. Als sie beim Kampfeinsatz mal wieder siegreich ist, wird sie von einer ihr unbekannten Gruppe betäubt. Sie wacht auf im Olympus, eine Stadt, in der Menschen und Maschinen, sogenannte Bioroids, zusammen leben. Geleitet wird die Stadt von einem Ältestenrat und dem Supercomputer Gaia, der fast alle Entscheidungen fällt. Erste Unterstützung erhält Deunan von Hitomi, ebenfalls eine Bioroid. Auch trifft Deunan ihren ehemaligen Freund und Geliebten Briareos wieder, der aber nach einer Verletzung vollkommen in einem maschinellen Anzug steckt. Bei einer Rundfahrt durch Olympus erklärt Hitomo Deunan, dass im Olympus genau 50% Menschen und 50% Bioroids leben. Die Bioroids selber können durcheinen Virus zerstört werden, wenn man diesen in den besagten D-Tank einflößt. Ferner können sich die Bioroids nicht selber fortpflanzen und werden mit Hilfe einer Reproduktionsanlage am Leben gehalten. Gegen die Bioroids stellt sich das reguläre Militär unter der Leitung von General Uranus, der alle Maschinen hasst. Als später ein Anschlag auf die Reproduktionsanlage geschieht, ist Deunan wieder mitten im Geschehen. Allen Bioroids droht der Tod, sollte nicht das geheimnisvolle „Appleseed“ gefunden werden. Dadurch könnten sich die Bioroids geschlechtlich fortpflanzen. Deunan muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht, doch sie erfährt noch viel mehr über ihr eigenes Leben, was die Entscheidung alles andere als leicht macht...


Zugegeben, am Anfang wird man mit ziemlich vielen Fakten erschlagen, wie es bei den japanischen Animes, die nicht nur das primäre Ziel haben, irgendwelche Gewalt- oder Sexgreultaten zu zeigen, üblich ist. Doch dranbleiben lohnt, denn ersten ist alles gar nicht so kompliziert wie es klingt, zweitens ist „Appleseed“ ein Anime, der es auch richtig krachen lässt.
Schon zu Begin gibt es eine wirklich sehr gute Schlacht zwischen Deunan und irgendwelchen Maschinen, doch spätestens in der Stadt Olympus fällt dem Zuschauer die Kinnlade runter. Eine unglaublich detailreiche Stadt mit Dutzenden von spiegelnden Gebäuden und Straßen.
Einziger Wehrmutstropfen in meinen Augen sind die Personen wie Deunan, die meiner Meinung nach von dem Zeichenstil her irgendwie nicht ins Bild, irgendwie künstlich wirken.
Dennoch nur ein kleiner Nachteil, denn sonst sieht „Appleseed“ einfach perfekt aus.

Gut, eine schöne Optik reicht nicht, da muss es auch inhaltlich passen. Und mit „Appleseed“ bekommen wir endlich mal wieder einen Anime vorgesetzt, der auch Action bietet. Bei „Ghost in the Shell 2“, ebenso exzellent gezeichnet, bekamen wir ja weitaus weniger Action, mehr Gerde und inhaltliche Sachen. „Appleseed“ lässt es teilweise richtig krachen und wird so wohl auch für die Leute interessant, die sonst eher Abstand nehmen. Trotzdem wird die Story nicht vernachlässigt und immer mehr erfährt der Zuschauer über Deunan, die Stadt Olympus, das Militär etc. „Appleseed“ erfordert erfreulicherweise nur wenig Vorkenntnisse und man kommt auch zu einem sehr befriedigenden Ende, was man von Animes a là „Akira“ ja nicht sagen kann. Auch deshalb kann ich „Appleseed“ wärmstens empfehlen, denn man kann sich einfach mal an dem knapp 105 minütigen Film erfreuen, ohne Angst zu haben, im Nachhinein vor 100 Fragen zu stehen.

Auch die Musik wurde interessant gewählt, gibt es teilweise doch eine Art von japanischer Technomusik, dann wieder Musik, die mehr zum westlichen Stil passt. Mir hat die Musik im Ganzen sehr gut gefallen, passt sie doch hervorragend zum Film, insbesondere, wenn es wirklich abgeht. Natürlich gibt es noch ein großartiges Finale, in der die halbe Stadt zerlegt wird, doch auch vorher rummst es gewaltig. Schon allein, weil es so viel Konfliktpotential gibt. Das Militär spielt natürlich eine entscheidende Rolle, denn General Uranus und sein Stellvertreter Hades würden die Bioroids lieber heute als morgen tot sehen. Doch auch die sieben Weisen, die Olympus beherrschen, scheinen auch nicht ganz das zu sein, was sich der Zuschauer vorstellt. Ist vielleicht nicht nur das Leben der Bioroids bedroht? Diese, und noch viel mehr Fragen stellen sich und werden geklärt. „Appleseed“ erwartet einiges vom Zuschauer, zu viel darf man nicht verpassen, gibt aber auch massenhaft zurück.


Fazit: Wem „Ghost in the Shell 2“ und andere Konsorten vielleicht zu träge waren, der sollte sich „Appleseed“ ansehen. Neben der hervorragenden Optik und Sound gibt es hier viel Action und eine hervorragende Story. „Appleseed“ erfordert kein Vorwissen und ist gerade deshalb mehr als einen Blick wert. Animefans kommen an „Appleseed“ eh nicht vorbei, doch auch der Rest sollte vielleicht diesem Anime eine Chance geben. Es lohnt sich wirkl

Details
Ähnliche Filme