Zombiekomödien mit schwarzem Humor scheinen immer beliebter zu werden. Auch "Corpses" versucht sich als solche, scheitert jedoch da das Resultat zu billig ausgefallen ist um den Genrefan überzeugen zu können.
Die Story ist zwar ganz nett ausgedacht, wird aber leider extrem langweilig umgesetzt. Es geht um einen Bestattungsunternehmer, der heimlich im Keller forscht und dabei ein Serum entdeckt das Tote für eine Stunde wiederbeleben kann. Da die Zombies auch nach seiner Pfeiffe tanzen, kann er sie universell für Raubzüge, Morde etc. einsetzen um seinen maroden Betrieb noch zu retten, der so gut wie sicher vorm aus steht. Captain Winston (Jeff Fahey) kommt den sehr seltsamen Mordfällen auf die Schliche und da er sowieso was gegen den Bestattungsunternehmer hat fällt es ihm leicht einen Verdächtigen zu finden. Aber auch seine Tochter Rhonda (Tiffany Shepis) und ihr Freund Jerry (Stephen Williams), der im Bestattungsunternehmen angestellt ist, werden zu Zielscheiben der Untoten auserkoren...
Was sich auf dem ersten Blick interessant anhört, ist wie gesagt sehr langweilig und langwierig umgesetz worden. Regisseur Rolfe Kanefsky, der auch gleichzeitig für die Story verantwortlich ist, muss wohl extrem überfordert gewesen sein, anders ist die größtenteils stümperhafte Umsetzung nicht zu erklären. Aber auch die Schauspieler spielen extrem schlecht. Sie müssen wohl schon beim Dreh gemerkt haben, dass das Endprodukt mies wird. Man ist als Horrorfilmfan zwar schlechte Darstellerleistungen gewohnt, aber so schlecht wie in "Corpes" sind diese selten ausgefallen. Man hat das Gefühl das die meisten das erste Mal überhaupt vor der Kamera standen und damit komplett überfordert wurden.
Aber auch die Effekte kann man nicht wirklich als solche bezeichen, da diese so extrem billig und schlecht umgesetzt wurden, das es schon fast eine Beleidigung fürs Auge ist. Was man hier zu Sehen bekommt, hat man in nahezu jedem noch so schlechten Amateurfilm besser hinbekommen. Die Effekte wie Herzrausnehmen und etc. sind so mies, das man eher darüber abfeiert als sich gruselt. Hier hat man lediglich die Shirts zerrissen und darunter Kunstblut gelagert - und sowas soll ein Herzrausreißen veranschaulichen...billiger und schlechter geht es wohl kaum.
Lediglich die letzten zehn Minuten können noch so halbwegs überzeugen, da der Film hier wenigstens etwas Spannung aufkommen lässt. Dies rettet denn Film aber auch nicht, denn der Rest davor ist vollkommen misslungen. "Corpses" ist somit ein Film, der ruhig in Vergessenheit geraten kann, da man ihn wirklich nicht sehen muss. Außer man möchte mal sehen, wie ein Film dieser Art nicht aussehen darf. Dann ist "Corpses" Pflichtprogramm.
1 von 10 Punkten.