Review

Mit "Dinocroc" meldet sich ein neuer Vertreter des Tierhorror - Genres zu Wort, der zumindest auf DVD etwas Geld machen möchte. Filme dieser Machart sind in der Regel höchst unterschiedlicher Qualität. Neben einigen echten Perlen ("Der Horroralligator", "Arachnophobia" u.a.) tummelt sich meistens aber Billigschund der Kategorie Z-Film.
Leider trifft das auch in diesem Fall zu. Erwartet man von solchen Filmen ja meist an sich keine originelle Story, sollten zumindest die Effekte überzeugen. Davon ist Dinocroc aber Meilen entfernt. Neben den billigen und scheußlichen Computer - Animationen des gehenden!! Dinokrokodils findet man fast den kompletten Film nichts mehr vor. Keine Goreszenen und auch Actionszenen fehlen fast völlig. Die wenigen vorhandenen geben zumindest Anlass zu unbeabsichtigter Heiterkeit. Das unser Krokodil nachdem Zusammenstoß mit einem D-Zug noch völlig unversehrt ist und nur leicht schwächlich, ohne jede Verletzung, auf dem Boden liegt, lockte mir schon ein ordentliches Grinsen auf die Lippen. Das anschließend der Held das Krokodil mit einem Schlag einer dünnen Metallstange sofort ins Nirwana befördert, ließ mich dann aber doch laut losprusten.
Unfreiwillige Komik kann ab und an aber recht unterhaltsam sein, wenn sich der Film nicht selbst zu ernst nimmt. Und genau das ist hier aber der Fall. Grottenschlechte Akteure, die immer anders gucken als sie laut Drehbuch gerade sollten, staksen mit einer überchargierenden Ernsthaftigkeit durch die Gegend, dss man vom bloßen Zuschauen Zahnschmerzen bekommt. Abgerundet wird das Ganze dann durch die platten und hanebüchenen Dialoge. Da wäre eine Pseudotierschützerin, die ihre Familie und ihren ach so geliebten Freund glatt für ein paar Hunde aufs Spiel setzt. Sehr glaubhaft! Dazu kommt ein Sheriff, der nach einem IQ-Test nicht einmal eine Stelle als Müllfahrer bekommen würde. Die Krönung ist aber der Held, ein mißverstandener Künstler, der für die peinlichen Highlights des Films sorgt. Beispiel gefällig: Nachdem dem Tod seines kleinen Bruders geht er in eine Bar und verlangt vom Barmann: "Geben Sie mir ein Glas und eine Flasche mit irgendwas.". Das der Barmann nicht verwirrt schaute oder ihm Abflussreiniger servierte um endlich das Publikum zu erlösen, kann man dem Film nur als weitere Schwäche anlasten.
Der ganze Mist ist dann auch noch so langweilig inszeniert, dass ich auch 90 Minuten ein Wandbild hätte betrachten können. Die grottige Musik (der dauerhaft gleiche und Kopfschmerzen verursachende Ton mit dem Chor müsste man dem Regisseur mal 90 Minuten als Strafe vorspielen) und die unlogische Story passen ins Gesamtbild.
Fazit: 1/10 (eigentlich 0 aber Musspunkt)
Finger weg von dieser Zelluloidverschwendung

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