Abt. Ach der Corman schon wieder
Die Gereco Corporation erprobt Wachstumsbeschleuniger an einem prähistorischem Tier, dem Dinicroc. In Nordafrika wurde ein 16 m großes Exemplar, eine Mischung aus Dinosaurier und Krokodil, gefunden, welches vor 100 Millionen Jahren gestorben ist und nun zu neuem Leben erwacht. Dieses konnte jedoch als Jungtier in einen See entkommen. Durch die Wachstumsbeschleuniger wächst es jedoch in kürzester Zeit zu voller Größe heran und stillt seinen Hunger mit Menschen. Die Jagd auf die Riesenbestie beginnt, doch ...
Diesmal ist es also wieder ein böser Konzern, der zum "Wohle der Menschheit" schnelles Wachstum bei Nutztieren erreichen will, zwecks Besiegung des Welthungers, was ja im Rahmen eines B-Movie Monsterhorrorfilmchens noch selten eine gute Idee war. Natürlich bricht eines der Versuchsviecher aus und terrorisiert die umliegende Umgebung (ok wenns nicht so wäre hätten wir ja auch keinen Film). Anschließend versucht eine bunte Truppe von Menschlein, das mutierte Übervieh zu erledigen, die Story ist altbekannt, da Genrebedingt quasi schon vorbestimmt.
Immerhin halten sich die humanoiden Darsteller eigentlich ganz wacker, der Cast ist mit Costas Mandylor, Charles Napier, Joanna Pacula und Bruce Weitz auch durchaus semiprominent besetzt und so ein kleines Tierhorrofilmchen leiern sich die genannten schon aufgrund purer Routine locker aus dem Ärmel. Negativbeispiel ist allerdings diese dämliche Hundefängertussi, deren Rolle man auch bequem ersatzlos hätte streichen können, aber wir brauchen ja umbedingt eine Tierschutzmessage, gelle.
Dinocroc punktet zmindest damit, daß er eine 12-jährige schlechtschauspielende Nervensäge relativ zu Anfang des Films terminal und recht blutig entsorgt. Klingt jetzt vielleicht herzlos, aber ich mag keine Kiddies in Horrorfilmen und finde jeder der z.B. "Das Haus an der Friedofsmauer" und "Weltraumpiraten" ertragen hat und die, naja sagen wir mal Schauspielversuche der dortigen Rotzlöffel bewundern mußte, darf das sagen.
Worauf es bei Filmen wie diesem natürlich immer hauptsächlich ankommt ist natürlich das meist Titelgebende Monster of the Week, hier eine Promenadenmischung aus Dinosaurier und Krokodil (oder wars andersrum? Egal). Hier erkennt man am besten die gute alte Corman Schule, kaum Monstertime, mehr schlecht als recht CGI-animiert und die Interaktion mit dem realen Hintergrund oder gar den menschlichen Protagonisten regt doch manches Mal zum grinsen an.
So bleibt am Ende das, was man schon vor einlegen der DVD erwarten durfte, ein preisgünstig runtergekurbelter Tierhorrorstreifen nach Standardschema, kein Highlicht aber immerhin auch kein Lowlight. Normalerweise 3 Punkte wert, aber durch das entfernen der Kinderhohlnuß gibts 4 Punkte