Review

Inhalt:

Archäologen entdecken in Nordafrika Überreste eines Dinosauriers der mit Krokodilen verwandt war und eine ungeheure Größe erreichen konnte.

Auftritt Gereco Corporation:
Die verwenden Enzyme aus der DNA der Kreatur um damit im Bereich der Nutztierhaltung möglichst viel Reibach zu machen (größere Kühe = mehr Milch / größere Steaks).

Beauftragt mit dem Projekt wird Dr. Campbell (Bruce Weitz) der zunächst zwei Klone aus dem Genmaterial für weitere Forschungen produziert.

Doch eines Abends tötet einer der Klone das zweite Exemplar und als Campbells Assistentin Judith (Jamie Akhavi), die dies per Überwachungsmonitor mitbekommt, mit einem Elektroschocker bewaffnet in der Beobachtungskammer nach dem Rechten sehen will steht sie ebenfalls als nächstes auf der Speisekarte.

Der Dinosaurierklon entkommt was dazu führt das Sheriff Harper (Charles Napier) von Gereco Chefin Paula Kennedy (Joanna Pacula) gerufen wird.

Die verschweigt allerdings das es zwei Monsterechsen gibt und präsentiert den toten Klon als Übeltäter in Sachen Judith.

Nachdem die Polizei erstmal aus dem Weg ist beauftragt Kennedy zunächst einen ihrer Angestellten Dinocroc, der sich immer noch auf dem Gelände von Gereco aufhält zu füttern bis ein Weg gefunden ist die Bestie wieder ins Forschungslabor zu verfrachten.

Das endet damit das der mit der Fütterung Beauftragte als Dinocrocfutter endet. Kennedy heuert deswegen den australischen Trapper Dick Sydney (Costas Mandylor) an um das Monster einzufangen.

Sydney selbst ist nicht wirklich gut auf Krokodile zu sprechen was daran liegt das eines vor langer Zeit seinen kleinen Sohn gefressen hat.
Auch Dr. Campbell begibt sich auf die Suche nach Dincroc und begegnet dabei Diane Harper (Tochter des Sheriffs)  (Jane Longenecker) und ihrem Freund Tom Banning (Matt Borlenghi) die auf dem Gelände von Gereco nach dem Hund von Toms kleinen Bruder Michael (Jake Thomas) suchen.

Diana und Tom selbst wollen ihre erkaltete Liebesbeziehung wieder in Gang bringen nachdem der Sheriff beim letzten geimsamen romantischen Zusammensein mit einem gezielten Kinnhaken (für Tom, nicht seine Tochter) dazwischging.

Schon bald erzählt Campbell den beiden von Gerecos unfreiwilligen Beitrag zur örtlichen Fauna und macht sie mit Sydney bekannt.
Gemeinsam begibt sich die Gruppe auf die Jagd nach Dinocroc. Die Kreatur hat mittlerweile einen gesunden Appetit entwickelt was u. a. 2 Jäger das Leben kostet... .

Meinung:

Wer nach einem unterhaltsamen Monsterfilm für zwischendurch sucht ist mit Dinocroc bestens bedient.

Ausführender Produzent war hier Roger Corman (Piranhas, Das Grauen aus der Tiefe, Chopping Mall, Warlock - Satans Sohn) was schon allein gute (Trash)unterhaltung garantiert.

Unter der Regie von Kevin O´Neill (Dinoshark) entstand ein Film der einige Klischees die man zwangsläufig erwartet umschifft oder vermeidet:

So ist Paula Kennedy als Gereco Chefin in der Antagonistenkategorie einzuordnen aber der Fokus liegt eindeutig auf Dinocroc und dessen Fressorgien.
Auch begnügt sich Paculas Charakter damit die Aktivitäten der Jagdgruppe argwöhnisch zu beobachten anstatt sie zu behindern.
Dr. Campbell kann man schwerlich als Mad Scientist bezeichnen. Vielmehr versucht er zusammen mit dem Rest der Gruppe seine Schöpfung aufzuhalten, was ihm dann auch folglich das Leben kostet.

Und während in vielen Horrorfilmen die Polizei meistens zu spät agiert oder die Warnungen der Helden erst gar nicht für voll nimmt geht Dinocroc hier auch wieder einen etwas anderen Weg:
Sobald Sheriff Harper erfährt das Gereco für den lokalen Anstieg von Todesfällen verantwortlich ist ordnet er für den nächsten Tag eine Hausdurchsuchung an und versucht in der selben Nacht mit seinen Männern Dinocroc zu töten.

Dies endet zwar mit 5 weiteren Leichen aber ich persönlich fand es gut das die Gesetzeshüter hier mal etwas kompetenter als sonst gezeigt werden.
In Bezug auf ein Kind als Opfer hält sich O´Neills Film in Bezug auf Intensität nicht wirklich zurück.
Zwar hat Dincroc eine FSK 16 und die Szene ist nicht sehr blutig aber trotzdem brutal und hätte auch in einem ernsteren Horrorfilm vorkommen können.
In Sachen Brutalität sollte man hier keine ausufernden Splatterszenen erwarten was nicht bedeutet das der Film langweilig ist.
Dinocroc selbst wurde für den Film per CGI kreiert was den Trashcharme nur steigert.

Die dt. DVD hat eine ausgezeichnete Synchronisation, verfügt über einige Extras und sämtiche Darsteller leisten gute Carakterarbeit.

Charles Napier dürfte vielen Filmfans noch aus Das Schweigen der Lämmer bekannt sein. Dort spielte er Lt. Boyle.
Joanna Pacula spielte u. a. in Escape from Sobibor (mit Rutger Hauer), Der Kuss (1988) und Virus - Schiff ohne Wiederkehr.
Matt Borlenghi dürfte vielen Freunden trashiger Monsterfilme noch aus Blood Surf (2000) bekannt sein während Jane Longenecker nach Dinocroc nur noch in dem Film The Confessional (2009) auftrat.
Weiterhin war sie in einer Folge von J. A. G., dem TV - Film Alien Nation: Das Udara-Vermächtnis und dem Horrorfilm The Coroner zu sehen.

Fazit:
Gut gemacher Monsterhorror für kurzweilige Unterhaltung. Mit einer Ausleihe macht man hier nichts verkehrt. (10/10)

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