Review
von Leimbacher-Mario
Alice und Astaire verblassen
Vorbild für Micky-Videospiele wie „Castle of Illusions“ und sich ungeniert bei „Alice Im Wunderland“ bedient, träumt unsere allseits beliebte Micky Maus im Kurzfilmmeilenstein „Thru The Mirror“ von tanzenden Spielkarten und kläffender Einrichtung, in einem der halluzinatorischeren Shorties, die das Maushaus je gemacht hat…
Schon auf dem Sega Mega Drive bin ich mit Micky & Co. in die Untiefen der Magie und Träume abgetaucht - und jetzt weiß ich endlich, woher die Entwickler ihren Funken und ihre Inspiration nahmen! „Micky im Traumland“ ist eine surreale Reise ins Unterbewusste, eine pure „Silly Symphony“, die gar nicht so silly ist. Eher erwachsen und voller Deutungsmuster. Deutlich inspiriert von Alice, aber doch mit eigenen Nuancen und (Karten-)Tricks, verblüffenden Farbspielen und ohne Durchgänger - dieser traumwandlerische Kurzfilm hat es in sich, ist nie berechenbar und zieht einem spaßig, augenzwinkernd, spielerisch ein ums andere Mal den Boden unter den Füßen weg. Nicht nur unsere sonst so routinierte Maus weiß hier schnell nicht mehr wie ihr geschieht und wo oben oder unten ist. Zwischen Trip, Trauma und toller Reise. Keine Geschichte, dafür ein Erlebnis. Da steppt die Maus!
Fazit: träumerisch, tänzerisch, toll - Mickys Traumreise ist ein kreativer Wirbelsturm!