Auch der dritte Draculafilm mit Christopher Lee ist wie gewohnt filmisch hervorragend, diesmal unter der Regie von Freddie Francis.
Dracula ist tot. Seitdem er damals von einem Mönch vor seinem Schloss getötet wurde und nun sicher gefroren im Eis liegt, sollte das Leben im Dorf wieder normal werden. Dies ist aber nicht so, die Bewohner fürchten sich weiter vor Dracula und seinen bösen Schatten. Als in der Kirche ein weiteres Opfer gefunden wird, hat überhaupt niemand mehr Vertrauen in die Kirche.
Eines Tages inspiziert der Monsignore Ernst Müller (Rupert Davies) die Kirche, findet dort aber nur einen stummen Jungen. Der bringt ihm zum Priester des Dorfes. Müller schlägt nackte Angst entgegen, und so macht er sich mit einem Kreuz bewaffnet am nächsten Morgen mit dem Priester auf dem Weg zu Draculas Schloss, um den Bewohnern zu beweisen, dass Dracula tot ist. Müller versiegelt das Schlosstor mit dem Kreuz. Zu dieser Zeit fällt der Priester unglücklich den Berg hinab und zerbricht das Eis, welches Dracula gefangen gehalten hat. Dracula ist zurück und benutzt den Priester, der scheinbar völlig seinen Glauben in Gott verloren hat, als seinen Diener. Draculas Ziel ist die Nichte von Müller, Maria Müller (Veronica Carlson)...
Auch wenn die Wiederauferstehung von Dracula in diesem Teil etwas eigenartig ist (Priester fällt genau auf das Eis, wo Dracula liegt und sein Blut läuft auch noch genau in Draculas Mund), wird dem Hammer-Fan genau das geboten, was er sehen will.
Auch wenn hier wieder nicht Peter Cushing der Gegenspieler von Christoper Lee ist, sondern Rupert Davies, wird man doch bestens unterhalten.
Die Regiearbeit von Freddie Francis ist solide und gut. Ferner baut Francis einige Stilmittel ein. Wann immer Dracula im Bild ist, umgibt das Bild eine rötliche Aura, die sich durch den kompletten Film zieht. Zunächst denkt man erst, der Fernseher wäre kaputt, doch dann erkennt man nach einigen Minuten diese gewollte Einstellung von Francis.
Die Schauspieler überzeugen wie so oft. Christopher Lee, wie immer böse und wortkarg, ist halt der personifizierte Dracula, keiner kann es besser. Sein Gegenspieler Rupert Davis erinnert an den Mönch aus Teil zwei, der damals von Andrew Keir dargestellt wurde.
Hinzu kommt später noch Barry Andrews in der Rolle des Paul, der seine große Liebe Maria beschützen muss, zauberhaft dargestellt von Veronica Carlson. Und selbst Michael Ripper hat eine kleine Rolle als Gastwirt.
Großartige Effekte darf man hier nicht erwarten, wobei das Ende schon relativ blutig ist - für einen Hammerfilm der damaligen Zeit. Sonst aber bilden blutige Effekte die klare Ausnahme, dafür gibt es aber wie immer die blutroten Augen von Dracula.
Fazit: Gewohnt routinierter Hammerfilm der Dracula-Saga. Der Hammerfan wird wie immer zufrieden sein und seine Freude an diesen Film haben. Ich kann ihn wie immer nur empfehlen.