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Die Geschichte einer scheinbar heilen Familie,deren Fassade immer mehr bröckelt,kennt man nicht zuletzt durch“American Beauty“.Hier versucht sich Dan Harris am großen Gefühlskino,was ihm zumindest punkto Unterhaltungswert gelingt.

Familie Travis erleidet einen schweren Schicksalsschlag.Sohn Matt nimmt sich das Leben,woraufhin Vater Ben den Boden unter den Füßen verliert und Mutter Sandy zu Drogen greift,während der jüngere Sohn Tim sich durch den trostlosen Schulalltag kämpfen muß.Halt findet er bei Mutter Sandy,doch sein Vater begegnet ihm mit Abneigung,was auf ein dunkles Familiengeheimnis zurückzuführen ist.

Aber nicht nur Geheimnisse werden ans Tageslicht gebracht,sondern auch der Umgang mit dem Tod eines Familienmitglieds.Während Sigourney Weaver für komische Momente sorgen kann,da sie in die Welt der Drogen eintaucht und auch schon mal eine Zigarre mit Gras füllt,bleibt einem das Schmunzeln im Halse stecken,wenn Jeff Daniels als Vater zum absoluten Stinkstiefel wird und Beleidigungen tief unter der Gürtellinie ausspricht.
Dazwischen wirft sich Emile Hirsch als Sohn Tim ein paar Pillen ein und muß an einem Tag schon mal mehrfaches Nasenbluten hinnehmen.

So folgt ein häufiger Situationswechsel,was den Streifen zwar unterhaltsam macht,ihm aber nicht immer genügend Tiefe verleihen kann.Das Timing ist oftmals unpassend gewählt,so dass viele Szenen recht wahllos im Kontext erscheinen,auch wenn es einige richtig gute gibt(eigentlich all jene,in denen Sigourney Weaver zu sehen ist,die mal wieder zu Höchstform aufläuft).

So richtig mitreißend wird es zwar zu keiner Zeit und auch das Finale fällt ein wenig zu kurz und oberflächlich aus,dafür können aber ausgezeichnete Darsteller und ein paar richtig gute Momente mit treffendem Dialogwitz für Kurzweil sorgen.
7 von 10 Punkten

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