Eigentlich widerwillig schaute ich mir den Streifen neulich an, nachdem ich auf der einen Seite überwiegend schlechte Rezensionen gehört habe und andererseits kein großer Freund des Rennsports bin.
Aber wie so oft trug in diesem Fall eine niedrige Erwartungshaltung dazu bei, dass ich dem Film durchaus positive Seiten abgewinnen kann. So schlecht konnte „DRIVEN“ ja auch wieder nicht sein, schließlich hat mich Renny Harlin mit seinem letzten Werk „MINDHUNTERS“ durchaus überzeugen können.
Kommen wir nun zur Kritik:
Es wird schnell klar, dass in dem Film auf großartige Charakterzeichnung nur wenig Wert gelegt wird – vielmehr stehen spektakuläre Renn- und Crash-Aufnahmen sowie einzigartige Sound-Effekte, die im heimischen Multikanal-Kino wirklich bombastisch rüberkommen, absolut im Vordergrund. Auf der technischen Seite kann der Film also vollends überzeugen.
Bei den Akteuren agiert keiner der Darsteller besonders auffallend – weder negativ noch positiv. Andererseits läst das Skript wohl auch keine großartigen Schauspieler-Leistungen zu, da die Figuren mehr als nur eindimensional geschrieben sind: Til Schweiger spielt den „bösen“, gefühlskalten Deutschen, der schließlich doch noch erkennt, dass Siegen nicht das Einzige im Leben ist und Estella Warren eigentlich eine Gute ist. Lichtblicke gibt es an dieser Stelle von Kip Pardue, der seine Hauptrolle wirklich gut meistert, und Burt Reynolds, als knorrigen erfolgsgeilen Manager, für den die Fahrer lediglich emotionslose Maschinen und Mittel zum Zweck sind.
Tja, was gibt es sonst noch zu sagen – eigentlich nichts. Die Bilder reagieren den Film und die beeindruckende Videoclip-Ästhetik lässt selten Langeweile aufkommen. Somit kann ich den Streifen – aller Unkenrufe zum Trotz – zum kurzweiligen DVD-Event und allen F1- und Automobilsport-Fans bedenkenlos empfehlen!