Als Mike Hammer das Angebot eines Unterhaltungskünstler ablehnt, nach Las Vegas zu kommen, setzt sich eine Reihe mysteriöser Begebenheiten in Gang: Mike wird niedergeschlagen und findet sich zu seiner Überraschung in Las Vegas wieder. Dort wird der Privatdetektiv zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall.
Für Murder takes all (der auch unter dem deutschen Titel Mädchen, Morde und Moneten läuft) gilt dasselbe wie für alle TV-Film Ableger der Krimiserie. Es ist im Prinzip eine Doppelfolge und läuft ansonsten nach den gleichen Schematas ab. Hammer darf seine markigen Oneliner ablassen und von Pazifismus hält er immer noch nicht viel, jeder der ein empfangsbereites Kinn spazieren trägt und dem Private Eye quer kommt, darf sich sicher sein demnächst mit Veilchen auszukommen. Was mich aber schon immer ein wenig gestört hat, wird hier nochmal auf die Spitze getrieben. Alle, aber wirklich alle, Frauen umschwirren ihn wie die Motten das Licht, das wirkt einerseits unglaubwürdig und repetetiv und mal ehrlich, so dolle sieht Stacy Keach nun auch nicht aus.
Der Einstieg in den Fall ist dafür originell ausgefallen. Hammer wird einfach auf offener Straße ausgeknocked und halb benommen mit Fallschirm aus dem Flugzeug über Las Vegas abgeworfen. Jetzt ist die Preisfrage wer Auftraggeber dafür war, ein alter Kumpel der in angesprochen hat wird kurz darauf ermordet, Hammer mit allerlei untergeschobenen Mordutensilien im Gepäck ist schnell der Hauptverdächtige und ab sofort auf Dauerflucht vor den Bullen. Zur Entlastung muß er ein Buch finden, in dem aangeblich Inhalte über die Geschäftspartner und -praktiken des ermordeten Kumpels enthalten sind.
Murder takes all ist etwas schwächer geraten als die anderen Spielfilme zur Serie, es fehlt ein wenig an Cleverness und auch spektakuläre Stunts sind nicht zu vermelden. Mit acht Leuten ist der Bodycount zwar relativ hoch, aber auch acht Leichen machen noch keinen guten Film aus. Zudem ist die Auflösung wer hinter der Mordserie steckt doch sehr offensichtlich geraten. Immerhin gibts einen netten Shootout im Hoover Staudamm, ansonsten eine solide Krimistory im typischen Hammer Stil.
6/10