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Dougie freut sich auf Halloween. Er hat sich als Satans little Helper, eine Figur aus seinem Lieblingsvideospiel, verkleidet. Mit seiner Schwester Jenna will er, die extra für diesen Feiertag aus dem College anreist, eine Nacht voller Tricks und Schrecken verbringen. Doch Jenna bringt ihren Freund Alex mit nach Hause, was bei Dougie auf wenig Begeisterung stößt. Da Dougie Alex absolut nicht leiden kann macht er sich alleine auf den Weg in die Dunkelheit der Halloween-Nacht. Auf seinem Streifzug durch die Straßen von Bell Island entdeckt er einen düsteren Mann mit einer grässlichen Satansmaske. Dougie schließt sich dem mysteriösen Mann an und erlebt mit ihm eine Nacht voller blutiger Schrecken und skurrilen Erlebnissen. Dougie hält das alles für einen einzigen Spaß und nimmt Satan seinen Herrn und Meister mit zu sich nach Hause. Was er nicht ahnt, unter der düsteren Maske verbirgt sich ein grausamer Psychopath, der seine nächsten Opfer bereits gefunden hat...

In was für ein Genre kann man nun denn Satan´s Little Helper einordnen? Eigentlich in gar keines. Als Horror- oder Slasher-Film ? Mit Sicherheit nicht. Hier ist nix mit Gruseln oder Horror und wegen ein paar Kills schon lange kein Slasher-Film. Vorallem ist jeder Mord einfach nur langweilig und mit billigen Effekten gestaltet. Für ´nen Slasher braucht man eh die passende Person dazu, vor der man sich fürchtet, und dieser verkleidete Tarzan ist einfach nur ein Witz. Mit seiner Gestik kommt er einfach nur grenzdebil vor und macht den Eindruck, als hätte er einen
Tag vor Halloween zuviel LSD konsumiert.
Als Komödie? Als Komödie funktioniert er überhaupt nicht. Die Witze muss man mit der Lupe suchen gehen und man wird nirgends fündig. Bei Peinlichkeiten wie beispielsweise Traumschiff Surprise kann ich ja noch sagen, OK, ist nicht mein Humor, aber es gibt eben Leute die das witzig finden. Aber wo bitte soll hier nur im geringsten Ansatz etwas witzig sein?
In Satan´s Little Helper ist rein gar nichts witzig, tiefgründig oder gesellschaftskritisch. Und die Szene nach ´ner guten Drei Viertel Stunde Laufzeit auf dem Parkplatz, in der hintereinander eine Schwangere, ein Blinder und ein Kinderwägelchen mitsamt Kleinkind umgefahren werden... Das ist einfach geschmacklos und unterste Schublade. Solch eine Szene funktioniert vielleicht gerade noch so in einem Farelli-Film, in dem der Humor die ganze Zeit auf ´nem derben Level liegt und man über so etwas hinwegsehen könnte. Aber hier eben ist einfach nur geschmacklos, so wie dieser Film bis zu dieser Szene aufgebaut ist.
Von jedem Genre hat er irgendwie ein bischen und doch irgendwie nicht. Ich steck ihn in die Ecke Trash.

Und von der filmischen Seite her?

Das kleine verzogene Balg nervt ab der ersten Sekunde mit seiner dummdreisten, unsympathischen Art, die Texte, die sich der Drehbuchautor für den Jungen ausgedacht hat, regen nur zum Haare raufen und Kopfschütteln an. Spätestens bei der ersten Begegnung mit Gummi-Satan wünscht man dem Kleinen einen schmerzlichen Film-Tod .
Der Film plätschert einfach nur vor sich hin, es ist nix witzig, nix blutig und schon gar nicht spannend. Mit keinem der Darsteller steht man irgendwie in Bezug und es ist egal wer draufgeht. Nur der Kameramann hat ´ne solide Arbeit erbracht.

Das einzige, was vorm Ausschalten (da muss man echt schon weit sein, wenn man nur einen Gedanken ans Ausschalten verschwendet) hindert, ist nunmal die Figur des Vollpfostens "Satan". Wer dahintersteckt, seine Gründe, und wann er im Film das erste mal spricht anstatt nur Zirkus-Gestik walten zu lassen. Aber rein gar nichts passiert, Satan bleibt ´ne Hülle, die Identität bleibt ungeklärt genau wie die Gründe (wahrscheinlich im Altersheim die rote mit der grünen Pille vertauscht und ausgetickt) und um die Ecke gebracht wird er auch nicht. Nein, lieber für Teil 2 (der kommt mit Sicherheit nicht, bitte lieber Gott sag Nein dazu) alle Türen offen gelassen. Also auch da tote Hose. Am Ende soll wohl so etwas wie Spannung entstehen, aber bis dahin und ist man fix und fertig mit den Nerven und nimmt diese Szenen regungslos wahr.

Fazit:

Selten ´nen größeren Schwachsinn gesehen. Ich weiß nicht, was Regisseur Lieberman für ´nen Kultstatus besitzen muss, für Satan´s Little Helper gut zu heißen.
Von vorne bis hinten billig, schlecht, langweilig, nicht lustig, unblutig und der Junge raubt einem den letzten Nerv.
Einen dicken Pluspunkt gibt es einzig und allein für die Szene mit dem "Katzen-Pinsel", die wirklich sehr gut gelungen ist. Dieser Punkt wird aber wieder für die Parkplatz-Geschmacklosigkeit abgezogen. Selbst als B-Film nicht zu gebrauchen und zehn mal schlimmer als vergleichbarer Schrott wie "Jack Frost".

1 von 10 Punkte

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