Freitag der 13. - Jason im Blutrausch
Und wieder ist Freitag der 13. ... oder auch nicht, eigentlich wird das nicht weiter ausgeführt. Egal, dafür stimmt der Ort, denn wir befinden uns wie in den meisten Freitags- Filmen am Crystal Lake. Und der berüchtigte Slasher- Zombie Jason Vorhees ist natürlich auch wieder mit von der Partie.
Diesmal wird er durch ein komisches Mädchen zum Leben erweckt, dass als Kind ihren Vater mittels Telekinese im Crystal Lake hat ertrinken lassen. Sie steht am See und wünscht sich, ihr Vater würde noch leben, der Wunsch geht zwar nicht ganz in Erfüllung, dafür stampft aber kurze Zeit später Jason Vorhees munter umher, der mal wieder von den Toten auferstanden ist. Und mal wieder macht er sich sofort an die Arbeit und metzelt sich durch die Reihen verkorkster Teenager die alle nichts besseres zu tun haben als in ihrer Freizeit irgendwo im Wald um den Crystal Lake zu campieren, zu sündigen was das Zeug hält und für einen Freund eine Überraschungsparty zu geben. Dieser jedoch kommt gar nicht erst an, weil Jason ihn schon auf dem Weg mittels Metallklinge ins Jenseits befördert hat.
Die Jugendlichen, darunter auch das Telekinese Mädchen mit ihrer Mutter und ihrem Psychiater bleiben jetzt also da, ein paar schlafen im Auto, ein paar im Haus (in dem vermutlich für alle Platz wäre) und ein paar in Schlafsäcken auf dem Waldboden. Da sich hier keiner die Mühe gemacht hat, die Charaktere wirklich näher auszuführen, ist es da auch nicht schlimm, dass Jason einen nach dem anderen von tötet. Wären da nicht die Visionen von Tina, dem Mädchen mit den übersinnlichen Kräften.
Hier haben wir also eigentlich nur einen weiteren Teil aus der unscheinbaren und trashigen Freitag der 13. Saga zu bewundern. Der Film ist zwar unterhaltsam, dafür aber auch umso seltsamer. Der Handlung kann man zwar teilweise nicht ganz folgen (was hatte der Psychologe vor?), aber der Ausgleich sind ein paar saftige Splatterszenen, die den Film dann wieder aufwerten. Der Sexgehalt ist für einen Freitag Film hier verdammt gering, was einen Teil der Unterhaltung wieder wegnimmt. Die Musik ist das üble Atmen aus dem Off, die Schauspieler größtenteils dumme Teenager und die Stimmung nur teilweise wirklich gut, was den Film im Endeffekt sehenswert macht sind eindeutig die Effekte, die es in den blutigen Szenen zu sehen gibt. Ausserdem ist Jasons Aussehen hier ziemlich gut gelungen, denn wenn er am Ende die Maske verliert sieht man schon ein richtig schön entstelltes Zombiegrinsen darunter (dass kein Bisschen mehr nach Mensch aussieht).
Auf die Story oder die Charaktere hat man in diesem Film nicht wirklich geachtet, dafür aber wie gesagt auf den Blutgehalt (=Unterhaltungswert) der ausreichend ist.
Der Film ist nicht anspruchsloser als die anderen Teile aus dieser Reihe, die auch alle anspruchslos sind, deshalb für Jason Fans bestimmt kein Fehler. Fazit: Trashig, blutig, unterhaltsam - einer der besseren Freitag der 13. Filme.