Jason Vorhees gehört zu der Sorte Schlächter, die einfach nicht totzukriegen sind. Weder Äxte, noch Macheten können ihn stoppen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der Mann mit der Hockeymaske nur scheinbar (zum zweiten Mal) ertrunken im Crystal Lake schwimmt. Durch die emotionale Überreaktion des telekinetisch veranlagten Mediums Tina wird er wieder einmal von den Toten zurückgeholt und hat folgerichtig nichts anderes zu tun, als nun zum sechsten Mal Jagd auf dämliche Teenager zu machen. Diese haben selbstverständlich immer noch nicht verstanden, dass es Orte auf der Welt gibt, die eine wesentlich niedrigere Mordrate aufweisen, als Camp Crystal Lake und so hat es Jason dann auch nicht besonders schwer, neue Opfer zu finden.
Nun ja, im Prinzip haben sich alle „Freitag“ – Teile an dieses altbekannte Muster gehalten und wussten trotzdem zu unterhalten. Auch „Jason im Blutrausch“ ist keine Ausnahme der Regel geworden. Der Film ist kurzweilig und vielleicht gerade aufgrund der stereotypen Charakterzeichnung äußerst unterhaltsam. Die Schauspieler sind natürlich wieder einmal schlecht, die Dialoge könnten ohne weiteres aus einem Porno der achtziger Jahre stammen und auch die Inszenierung lässt sich beim besten Willen nicht als „packend“ beschreiben.
Was jedoch durchaus stimmig ist und bei einer Horrorserie wie „Freitag der 13.“ einen essentiellen Bestandteil ausmacht, sind die Effekte. Zwar sieht man dieser Fortsetzung an manchen Stellen die Verstümmelung durch die Zensur an, aber die überlebenden Effekte, besonders gegen Ende sind verdammt gut geworden.
Auch in der soundtechnischen Umgebung dürften sich Fans der Serie durchaus heimelig fühlen. Zwar tauchen teilweise deplazierte Motive aus dem „Dies Irae“ auf, die Jason – typischen Effekte fehlen jedoch nicht.
Unterm Strich ist „Jason im Blutrausch“ ein ganz „normaler Freitag“ geworden. Er ist weder Glanzlicht noch Tiefpunkt der Reihe. Neue Freunde wird Jason durch diesen Teil sicherlich nicht gewinnen, jedoch wird kein Fan vor den Kopf gestoßen. Schade, dass es keine „unrated“ – Version von dem Film gibt. Diese würde das Gesamtbild sicherlich noch ändern...
5 / 10 Punkte