Review
von Psst!
Jason Voorhees preschte schneller voran als Michael Myers und Freddy Kruger gucken konnten. Acht Jahre nach dem ersten Teil der Serie kam 1988 tatsächlich bereits der siebte Streich in die Kinos und das, obwohl der ja bereits 1984 sein letztes Kapitel erlebt hatte. Der Maskenmann hat die Wiederauferstehung wie kein zweiter für sich kultiviert!
Dass bei diesem Tempo der Produktion die Qualität, wenn es sie denn überhaupt je gegeben hat, auf der Strecke bleiben musste, erklärt sich dabei fast von selbst. Aber das muss ja bei dieser Art Film nicht schlecht sein, denn das Publikum erwartet ja eigentlich immer das Gleiche. Jedoch kann man dies auch mit Witz und einer eigenständigen Handschrift variieren, wie beispielsweise der vierte oder sechste Teil beweisen. Zito und McLoughlin haben in ihren zugegeben eng gesteckten Möglichkeiten den Filmen einen Stempel aufgedrückt. Ein Mindestmaß an Kreativität und Einfallsreichtum sind zu erkennen.
Nun, bei John Carl Buechler sieht das leider anders aus. Der Mann ist wirklich ein Stümper. Ganz nebenbei ist die Geschichte um die telepathisch begabte Tina vollkommen idiotisch.
Der Dreh- und Angelpunkt für einen Beitrag zur Serie sind natürlich die Mordszenen, aber genau hier haut Buechler dann leider sowas von daneben, dass es schnell langweilig wird. Einzig und allein die Trötenszene beweist so etwas wie Einfallsreichtum. Die Legende, es seien die Schnitte für das R-Rating Schuld an der Qualität gewesen, lässt sich mittlerweile per Workprint-Vergleich widerlegen. Ein paar Tropfen mehr Blut retten die witzlosen Mordszenen nun auch nicht. Zudem halte ich den von sich selbst stets gehypten Kane Hodder auch für diese schlichte Rolle für zu unbegabt.
Ein weiterer Beweis für Buechlers fehlendes Talent findet sich auf technischen Ebenen. Die Gesamtkomposition aller Bestandteile funktioniert nicht. Die billige Musik ist gerade im Finale immer zu sehr im Vordergrund und verschluckt relevante Geräuschkulissen, die Kamera und der Schnitt verhindern durchgehend einen Spannungsaufbau und Schockeffekte bekommt der Regisseur auch nicht dirigiert.
Unter all diesen Schwächen ist aber wohl die gravierendste die Ernsthaftigkeit, die der Film verfolgt. Die ist nun wirklich nicht angemessen und erschrecken kann man mit dem blutberauschten Gammelhannes nun wirklich niemanden mehr.
So bleibt das Highlight des gesamten Films folglich der Einstieg in Form einer „Was bisher geschah“-Einführung, die die Teile zwei, vier und sechs in nur zwei Minuten zusammenfasst und dabei nichts weglassen muss. Darin zeigt sich schon das ganze Dilemma der Reihe, von denen aber wirklich nur die Teile 5, 8 und eben dieser siebte Teil enttäuschen. Urteil: Zu einfallslos und zu billig.