Ein Unwetter treibt die verträumte kleine Judy (Carrie Lorraine) und ihre Rabeneltern in ein abgelegenes Landhaus, in dem ein altes Ehepaar ihnen und drei weiteren Ankömmlingen Zuflucht für die Nacht gewährt. Bald schon machen die handgefertigten Puppen des Hausherren (Guy Rolfe) den unartigen Erwachsenen schwer zu schaffen…
Nach dem hemmungslos krassen „Re-Animator“ wandte Stuart Gordon sich mit „Dolls“ einem eher nostalgischen Spukhausmärchen zu, das tatsächlich wegen seiner verhältnismäßigen Blutscheu von der Produktionsfirma zunächst zurückgehalten wurde. Dabei kann der Film mit einem liebevollen Szenenbild und pfiffigen Puppentricks nicht nur eine wahrhaft albtraumhafte Gänsehaut erzeugen, sondern auch mit seiner entwaffnend gutmütigen Werbung für die Wahrung kindlichen Spieltriebs und ursprünglicher Einbildungskraft rühren. Allerdings macht es sich Gordon am Ende mit der einseitigen Abstrafung der abgestumpften Erwachsenen und dem leicht verdienten Triumph der fantasiebegabten Träumer ein bisschen sehr einfach, ganz so, als würde das Schicksal den verkannten Idealisten zu gegebener Stunde schon zu ihrem Recht verhelfen.