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Zwischen Re-Animator und From Beyond drehte Stuart Gordon seinen eigenen Beitrag zum Puppengrusel, welcher in Chucky wohl seinen prominetesten Vertreter findet. Ganz anders aber ist Dolls und für mich persönlich der wohl beste Film von Stuart Gordon überhaupt. Die Geschichte ist schnell erzählt und Gordon braucht dafür auch nicht viel länger als 70 Minuten: Ein kleines Mädchen hat mit ihrem Rabenvater und der bösen Stiefmutter eine Autopanne. Bei starkem Gewitter flüchten sie in ein altes Anwesen, wo sie zunächst freundlich von einem Puppenmacher und seiner Frau aufgenommen werden. Bald stößt auch noch der kindliche Ralph und zwei Anhalterinnen, die er mitgenommen hat hinzu. In der Nacht wird schnell klar, dass die Puppen mehr sind als Dekoration. Nur die, die im Herzen Kind geblieben sind müssen sich nicht fürchten.

Es ist wie ein kleines Märchen, eben eine nette Gruselgeschichte. Märchenhaft ist auch das Haus und die liebevolle Animation der Puppen. Auch der Score kann einigermaßen überzeugen – manchmal etwas nervig, unterstreicht er insgesamt die Geisterbahnatmosphäre. Positiv äußerst überraschend ist der zuweilen intelligente Witz des Films, der sowieso fast ohne dümmliche Dialoge auskommt – keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Nervtötend sind nur die zwei völlig überdrehten Anhalterinnen. Im Gegensatz zu „Re-Animator“ ist „Dolls“ relativ unblutig ausgefallen. Ein paar garstige Effekte gibt es aber trotzdem zu bewundern. Alles in allem ein sehr charmanter Puppenhorror. 8/10 Punkten!

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