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Gruseliger Puppenzauber

Die 80er Jahre waren geprägt von verschiedenen Subgenres des Horror-und Fantasyfilms. Zombies, Werwölfe, Mumien, Vampire und Mutanten durchstreiften die Filmlandschaft. Dazu gesellten sich auch mal lebendige, menschenmordende Puppen, diese Ihren Frust wie im berühmtesten aller berühmtesten Puppenhorrorfilms "Chucky" sowie "Puppet Master"ausleben durften.
Horrorproduzent Brian Yuzna wollte seinen Senf auch dazugeben und seine Ideen zum Thema Puppenslasher umsetzen; dazu gewann er Kultregisseur Stuart Gordon, der erfolgreich mit Kultwerken wie "Aliens des Grauens" und "Re-Animator" Status errang.
Mit "Dolls" gelang ihm auch ein kleiner Beitrag zum Subgenre, der weniger spektakulär wie vorhergenannte ausfiel, trotzdem unterhaltsam auf seine Weise ist. Aus der Schmiede Band, der auch später "Puppet Master" produzierte und dessen Machart sich vom Stil her ähnelt, aber weniger blutig ausfiel,kann man "Dolls" mehr als FantasyHorrorMärchen sehen,statt hammerharten Slasher.
Was man bereits der Story ansehen kann, die märchenhaft inszeniert wurde, also ergo Märchen für Erwachsene.
Eine Familie um die kleine Judy geraten in ein Unwetter und landen schliesslich in dem Schloss des alten Ehepaares Hartwick. Der Mann ist Puppenmacher, das ganze Anwesen voller Puppenspielzeug. In die Runde gesellen sich pannengetriebene Anhalterinnen mit ihrem Begleiter, die ebenso Schutz vor dem Wetter suchen.
Was keiner ahnt, die Nacht wird die längste und schrecklichste in Ihrem Leben, denn das Spielzeug erwacht zu Leben und ersinnt nur ein Ziel: Tod den Fremden, die böses im Schilde führen.
Zu der illustren Gesellschaft paart sich die Band-typische Musik, klassisch gruselige Old-House Atmosphäre und ein Hauch von fantastisch mystischem Märchengrusel.
Schauspielerisch alles auf B-Niveau gehalten, beeindruckt "Dolls" allerdings mit seinen Stop Animotion Effekten. Das lässt sich gut ansehen, um auch die gradlinige und etwas magere Story auszugleichen. GoreEffekte sind rar gesät, was dem Film keinen Abbruch tut; schliesslich wird auch zwischendurch mit ein paar dünnen Sprüchen Humor miteingestreut.
Bekannt ist auch Guy Rolfe, der später auch in "Puppet Master3" den Hauptpart übernehmen durfte.
Ein Film der unterhält und nie zu blutig ausfällt, somit etwas aus dem Rahmen der sonstigen Puppenhorrorfilme fällt, zwar nicht sonderlich spannend, aber für nen guten Videoabendreichts.

Ist die FSK16 Freigabe gerechtfertigt? Damals sogar indiziert, geht die neue Freigabe völlig in Ordnung, da die Morde nie zu extrem und explizit ausfallen, sowohl auch wohldosiert eingebracht wurden.

7/10

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