Die Story:
22. 8. 1972: An einem sogenannten „Hundstag“, einem extrem heißen Sommertag, wollen drei blutige Anfänger eine Bank in New York überfallen. Doch von Anfang an läuft alles schief: Nicht nur, daß einer der Drei plötzlich die Nerven verliert und sich aus dem Staub macht, zu allem Überfluß sind im Tresor nur lumpige 1100 Dollar. Und ehe die verbleibenden zwei Räuber wissen wie ihnen geschieht, ist die Bank von Polizisten und Schaulustigen nur so umzingelt. Nun müssen Sonny (Al Pacino) und Sal (John Cazale) mit der Staatsmacht über ihren Abgang und die Geiseln, die sie in ihrer Gewalt haben, verhandeln.
Fazit:
„Hundstage“ verdankt seine angespannte Atmosphäre vor Allem dem ungeheuren Authenzitätsgrad, denn das Ganze hat sich wirklich so zugetragen, was auch dem Drehbuch, welches mit einem Oscar gesegnet wurde, zu Gute kommt. Obwohl der Film gänzlich auf eine Musikuntermalung verzichtet, ist er spannend bis zum Schluß, kann aber einige Längen nicht verbergen. Genauso wenig lassen sich Vietnam- und medienkritische Ansätze vertuschen, der Film prangert eine Gesellschaft an, in denen selbst ein einfacher Pizzabote seine „15 Minuten Ruhm“ bekommt, denn die Gangster werden -dank tatkräftiger Unterstützung der Medien- außerhalb der Bank wie wahre Stars gefeiert. Ein großer Pluspunkt sind noch die besonders eindringlichen Darstellerleistungen von Pacino & Cazale, die ja bereits 1974 im grandiosen zweiten „Paten“ glänzen konnten. Alles in Allem ein darstellerisches Kabinettstückchen!