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Danny ist ein kleiner Polizist, der immer die Drecksarbeit machen darf, und das nicht nur im Beruf, denn er muss sich auch um seine Herrschsüchtige und Besitzergreifende Mutter Kümmern. Trotzdem bleibt er immer freundlich und gut drauf, bis er eines Tages die Maskenbildnerin Theresa kennen lernt und sich in sie verliebt. Nun will er das erste mal etwas für sich selber machen und muss sich wirklich anstrengen um aus seinem alten Leben zurück in die Wirklichkeit zu finden. Anfangs gelingt ihm dieses auch, und er schafft es sogar, eine Nacht mit Theresa zu verbringen ohne das seine Mutter etwas davon mitbekommt. Doch dann will er Theresa seiner Mutter, ganz offiziell bei einem Essen vorstellen, und die Mutter sorgt mit ihren unpassenden Bemerkungen und Vorurteilen dafür das die Beziehung kaputt geht. Doch so schnell gibt Danny nicht auf, er will Theresa davon überzeugen ihn zu Heiraten und sie sagt zu erst auch ja, aber wird es zur Hochzeit kommen solange Dannys Mutter immer noch da ist?
Kitsch as Kitsch can. Diese Hollywood-Fernseh-Schmonzette ist das, was man von einer typischen Beziehungskomödie erwartet, und doch viel mehr. Dieses liegt vor allem an den vielen netten kleinen Einfällen am Rande (z.B. muss Danny erst einmal eine Jesus-Statue in seinem Zimmer mit einem Hut abdecken bevor er sich davor Küssen kann usw.), die den Film wirklich Unterhaltsam und teilweise sogar wirklich lustig werden lassen.
Zum zweiten sind es die Darsteller, die wirklich Klasse besetzt sind. Da wäre einerseits der zwar schon etwas alte, aber immer noch charmante Anthony Quinn (als Nachbar der sich ausgerechnet in Dannys Mutter verliebt hat, auch wieder einer dieser netten kleinen Einfälle), der es wirklich schafft einem zum Schmunzeln zu bringen, und auch viele andere Rollen sind einfach klasse besetzt worden (Dannys Mutter nimmt man die Herrschsüchtige alte Wachtel und die nachher Liebenswürdig gewordene Mutter einigermassen ab, und auch Theresa ist kein Topmodel aber trotzdem nicht zu hässlich). Besondern John Candy möchte ich an dieser Stelle einmal Loben, denn er versucht in diesem Film nicht mit seiner typischen "Ich bin Fett und wenn ich mich trottelig verhalte bin ich ein fetter Trottel und das ist Lustig" Art blöde Witze zu machen die sowieso nicht zünden (ich erinnere mich mit Grausam an "Allein Mit Onkel Buck"), sondern er kommt wirklich nett herüber, eine Tatsache die ich dem Schauspieler niemals zugetraut hätte.
Einzig die Szene mit Macaulay Culkin ist etwas nervig und hätte nicht unbedingt sein müssen.
Ansonsten sei noch zu erwähnen, dass das kitschige und vorhersehbare Ende den Gesamteindruck leider etwas trübt, so Kitschig war der Film bis dato nämlich nicht (dann musste man aber sicherlich wieder Rücksicht auf die Fernsehzuschauer nehmen), trotzdem der Film sich aber noch deutlich von ähnlicher Durchschnittsware abhebt und deswegen sogar 5/10 Punkten von mir bekommt.
Fazit: Man sollte nicht zuviel erwarten, wie gesagt handelt es sich um eine TV-Produktion, trotzdem lohnt es sich den Film anzuschauen, sobald er wieder im Fernsehen läuft.

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