Review

Man nehme "Beim Sterben ist jeder der erste", vermische es mit einer Prise Stephen King und garniere es mit etwas "Welcome to the Jungle". Dann bekommt man "Trouble ohne Paddel".

Der Film mit dem bescheuerten deutschen Titel handelt von den drei Freunden Dan (Seth Green), Jerry (Matthew Lillard) und Tom (Dax Shepard), die sich mit der Schatzkarte ihres verstorbenen Freundes und einem Kanu auf Schatzsuche begeben. Dabei geht es ab in die Wildnis, wo fast nur Hinterwäldler leben. Wie in einer Komödie nicht anders zu erwarten geht von Anfang an alles schief und die Jungs stehen bald ohne Boot, Proviant und nur noch in Unterhose dran. Doch es kommt noch schlimmer: Weil sie die riesige Drogenfarm der beiden total durchgeknallten Hinterwäldler-Metaller Dennis (Abraham Benrubi) und Elwood (Ethan Suplee) finden und abfackeln, werden sie fortan von diesen beiden gejagt. Und dann ist da noch ein weiterer Hinterwäldler in Form von Burt Reynolds...

Eins muß man dem Film lassen: Die Schauspieler waren mir fast alle aus Film und Fernsehen bekannt. Sie vollbringen zwar keine Glanzleistungen, aber auch keiner fällt negativ auf.

Die Story ist absolut geklaut. Neben Parallelen zu den oben schon genannten Filmen bedient man sich skrupellos an anderen Vorbildern. Nur um mal ein Beispiel zu nennen: So gibt es etwa eine Szene, in der ein Bär das Handy von Dan frißt. Später hören sie das Handy hinter einem Bush und wollen es holen - klar steht da der Bär. Wieder später finden sie es dann in einem Haufen dampfenden Kot. Kommt euch bekannt vor? Sicher doch, genau dieselbe Sache passierte mit dem Riesensaurier in Jurassic Park 3.

Trotzdem muß man sagen, daß der Humor im Großen und Ganzen gelungen ist, auch wenn nicht alle Witze zünden. Es ist kein billiger Teenie T&A-Humor, vielmehr lacht man über das Mißgeschick der drei Antihelden und die Sprüche der Hinterwäldler. Die sind allerdings in meinen Augen die sympathischsten Figuren im Film. Vor allem die total dummen Sprüche von Elwood sorgen für viele Lacher. Außerdem gibt es noch ein paar versteckte Gags, so heißen die Hunde der Metaller z.B. Lynyrd und Skynyrd.

Die Filmmusik besteht aus Creed und Konsorten. Am Anfang wirkt die Musik etwas zu aufdringlich und man hat das Gefühl, mit einem Lied nach dem anderen über einen schwachen Film hinweggetröstet zu werden. Sobald die Jungs im Kanu sitzen, legt sich das aber und der etwas langatmige Anfang ist schnell vergessen.

Alles in allem mit Sicherheit kein Meisterwerk der Filmgeschichte. Der Film weiß aber zu unterhalten und ich habe es nicht bereut, ihn im Kino gesehen zu haben.

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