Der nach einem Kurzroman von Isaac Asimov gefilmte Film "I, Robot" hat zwar im CGI-Bereich keine wirklichen Neuigkeiten zu bieten, doch dafür hat er eine gut gemachte Handlung und ist nebenbei noch einer der besten Filme von Will Smith (Bad Boys).
Im Jahr 2035 sind Roboter aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, da die Maschinen alle unliebsamen Arbeiten erledigen. Man vertraut ihnen blind, bis der mysteriöse Selbstmord des Roboter-Erfinders Dr. Alfred Lannings (James Cromwell) Fraugen aufwirft. Besonders bei Detective Del Spooner (Will Smith), für den feststeht, dass nur ein Roboter Lanning umgebracht haben kann. Doch keiner will ihm glauben und seine Theorie wird von offizieller Seite einfach totgeschwiegen. Gemeinsam mit der Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin (Bridget Moynahan) versucht Spooner den Fall zu lösen...
Hier präsentiert sich Will Smith wieder einmal in Bestform und hat auch wieder ein ganzes Arsenal an lockeren Sprüchen auf Lager. Die Rolle des roboterhassenden Cops passt wirklich zu ihm. Vor allem seine weiblichen Fans dürften von den Anfangsszenen des Films begeistert sein. Auch Bridget Moynahan (Der Einsatz) spielt ihren Part recht ordentlich. James Cromwell (L.A. Confidential) und Bruce Greenwood (Doppelmord) sind hingegen nicht allzu häufig im Bild vertreten.
Der visuelle Look von "I, Robot" erinnert stark an "Minority Report", auch wenn der Film von Alex Proyas (The Crow) nicht ganz so steril und künstlich daher kommt wie Spielbergs Film. Ab und zu wird aber auch hier kräftig die Werbetrommel angetrieben, wenn man z.B. die Zukunfts-Karre von Audi bedenkt. Die Roboter-Szenen wecken dann Erinnerungen an "Terminator 3", die hier aber besser zum Einsatz kommen als Arnies dritter Cyborg-Film.
Zwar mag einiges mal wieder aus dem Rechen-Sklaven kommen, doch die Action-Sequenzen können sich mehr als sehen lassen. Da es sich meistens nur um Roboter handelt, die zur Strecke gebracht werden, kann nach Herzenslust zerballert, zerstückelt, zerquetsch, zerschrottet und überfahren werden. Darum wohl auch die niedrige Freigabe ab 12. Wenn das alles mit Menschen passiert wäre, hätte es bestimmt ne 18er-Freigabe gegeben. Das ganze wird dann ab und zu mal wieder in Slow-Motion-Sequenzen a'la "The Matrix" abgewickelt, doch das tut der Achtion in diesem Film keinen Abbruch, was in anderen Filmen schonmal der Fall war.
Die Roboter sind allesamt gut designt worden und können überzeugen, auch wenn man ihnen deutlich anmerkt, dass sie aus dem Computer kommen. Roboter Sonny und seine Kollegen erinnern mehr an eine menschliche Außenhülle, während der T-800 aus den "Terminator"-Filmen eher an das Skelett eines Menschen erinnert. Das Design der Roboter stammt von Patrick Tatopoulos, der zuvor schon die "ID4"-Aliens und den Ami-Godzilla für Roland Emmerich entworfen hat.
Durch die Duschszene mit Will Smith (für die weiblichen Zuschauer) und einer ähnlichen, aber kürzeren Szene mit Bridget Moynahan (für die männlichen Zuschauer) kommt auf die Erotik hier nicht allzu kurz. Comedy-Talent Smith sorgt dann noch für einige lustige Szenen bzw. Sprüche.
Der gut gemachte Storyaufbau sorgt dann noch für die entsprechende Spannung und am Ende entpuppt sich jemand ganz anderes als Drahtzieher, als man es vermutet hat.
"I, Robot" kann sich mühelos neben SciFi-Meisterwerken wie "Terminator", "Aliens", "Blade Runner" und "Total Recall" einreihen und sorgt für beste Filmunterhaltung.