Mit der "Bourne Verschwörung" verhält es sich ähnlich wie mit der vorrangegangenen "Identität" von gleicher Namenszugehörigkeit aus dem Jahre 2002: Regisseur Paul Greengrass präsentiert dem Zuschauer einen grundsoliden Agententhriller, der durch eine schicke, wenn auch mit Wackelkamera mitunter nervende Optik, abwechslunsgreiche Schauplätze von New York über Berlin bis hin nach Indien sowie einen überzeugenden Cast für spannende 100 Filmminuten sorgt.
Während Hauptdarsteller Matt Damon als gehetzter Agent eine gute Vorstellung abliefert, hat der deutsche Hollywood-Export Franka Potente bedingt durch frühzeitigen Filmtod leider nur wenig Screentime zu Beginn. Etwas schade, aber letztlich ist ihr Tod auch ein entscheidendes und ansehlich umgesetztes Moment in der ruhelosen Storyline. In weiteren Rollen finden sich zudem namhafte und routiniert aufspielende Mimen wie Joan Allen und Brian Cox, weswegen man mit dem Schauspielerischen unterm Strich wirklich zufrieden kann.
Wie jedoch schon im ersten Teil hapert es auch der "Bourne Verschwörung" etwas in Sachen Action. Das, was geboten wird, ist zweifelsohne hochklassig aber insbesondere in Sachen Shoot-Outs und Bodycount hätte man hier doch mehr machen müssen. Da kann die finale Autojagd durch Moskau noch so fcool geschnittene Crashs bieten und die Münchener-Hausexplosion komplett CGI-frei sein - zumindest für mich gehört zu einem auf Rasanz und Action ausgelegten Agententhriller eben noch ein wenig mehr dazu.
Fazit: Schade, mit ein paar zusätzlichen Schiesserreien wären hier sicherlich mehr als 7 Punkte drin gewesen, denn das Drumherum geht nicht nur voll in Ordnung sondern besitzt zudem auch einen gewissen Charme (u.a. Bournes Telefonate vom Gebäude nebenan). Auch die Spannung stimmt über weite Strecken, wenn letztlich vielleicht eine kleine Wendung mehr auch nicht geschadet hätte...