„Die Bourne Verschwörung“ ist die ebenso erfolgreiche Fortsetzung des Kassenhits „Die Bourne Identität“, erneut mit Matt Damon in der Hauptrolle. Der muss hier wieder alle Tricks und Raffinessen aufbieten, um unbekannten Häschern aus CIA-Kreisen zu entkommen. Hilfe von Freundin Marie kann darf allerdings nicht erwarten, den Franka Potente gibt bereits nach einer Viertelstunde den Löffel ab.
Stilistisch unterscheidet sich der Film doch beträchtlich vom Vorgänger, den Regiewechsel zwischen Doug Liman und Paul Greengrass merkt man recht stark. War der Look von Teil eins noch sehr realistisch, ist das hier Blockbuster-gerecht optisch ordentlich aufpoliert und deutlicher farbenfroher inszeniert. Für die Atmosphäre bedeutet dies leider ein dickes Minus, denn stand der Vorgänger noch ganz in der Tradition klassischer europäischer Agentenfilme, so ragt diese Fortsetzung kaum aus dem Hollywood-Einheitsbrei heraus. Größtes Ärgernis ist wohl die verwackelte Kameraführung, die so eine Hektik vermittelt, dass weder bei den beiden Autoverfolgungsjagden, noch bei den Kämpfen nicht der Hauch von Übersicht gegeben ist.
Ansonsten ist das recht modern in Szene gesetzt, richtige Klasse blitzt aber nur ganz selten auf; unter anderem dann, als Bourne einem kleinen russischen Mädchen nach Jahren den Mord an seinen Eltern gesteht. Trotz diverser Unzulänglichkeiten hat's dem Publikum dennoch wieder gefallen, weshalb ein dritter Teil eventuell irgendwann noch folgen wird. Dass daraus eine Reihe der Marke James Bond wird, wie nach Teil eins noch in manchen Ecken gemunkelt wurde, halte ich aber nach dieser Fortsetzung für sehr unwahrscheinlich, denn trotz solider Unterhaltungskost lässt sich deutlich erkennen, wie wenig Substanz die Figur und Geschichte des Jason Bourne für zukünftige Abenteuer mitbringt.