Review

Review zu „The Bourne Supremacy“ (2004)

2 Jahre nachdem uns mit Jason Bourne ein neuer Agent im Kino präsentiert wurde, kam bereits der 2. Film. Mit „Die Bourne Verschwörung“, wie er in der deutschen Fassung heißt, wird uns in gewisser Art und Weise die gleiche Handlung zum 2. Mal aufgetischt. Agent mit Amnesie auf der Suche nach seiner Vergangenheit, während die Hüter seiner Vergangenheit damit ein Problem haben und ihm nach dem Leben trachten. Nach Doug Liman übernimmt hier Paul Greengrass das Szepter.

War der erste Teil noch ein einführendes Charakterstück, bietet uns der 2. Teil jetzt einen höheren Actionanteil, egal ob Autoverfolgungen, Hand-to-Hand-Combats und fintenreiche Verfolgungen zu Fuß. Der Film ist mit seinen leicht über 100 Minuten auch keine Minute zu kurz oder zu lang.
John Powells Score fügt sich auch perfekt ein. Jedoch ist die Inszenierung der Action durch Wackelkamera noch nicht perfekt und ausbaufähig – unabhängig davon, wie gut die Kämpfe choreographiert sind.

Mit Goa, Berlin und Moskau sind auch richtig gute Locations integriert, auch wenn die deutsche und die russische Hauptstadt etwas trist wirken – aber das passt zum harten, brutalen und hektischen Ton der Filme. In den Nebenrollen sind dieses Mal definitiv Karl Urban und Joan Allen sowie Julia Stiles mit mehr Screentime positiv zu erwähnen. Man spürt vor allem im spionagetechnischen Bereich im Laufe der Filme die unaufhörliche Entwicklung der Kommunikations- und Überwachungstechnik. Das ist vor allem zu merken, wenn man noch 2002 im Erstling in einem Raum voller PCs mit Röhrenmonitoren die Überwachung vorgenommen hat und vor allem damals noch keine Smartphones existierten und Telefongespräche noch auf Band und Papier aufgezeichnet wurden.

Der 2. Film ist genauso unterhaltsam, definitiv actionlastiger als sein Vorgänger, spannend – aber noch kein perfekter Spionagethriller.

„The Bourne Supremacy“ bekommt von mir 9/10 Punkte

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