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"The Great Raid" erzählt die wahre Geschichte einer spektakulären Befreiungaktion auf den Phillippinen während des Zweiten Weltkriegs.

Colonel Mucci wird beauftragt, 50 Kilometer hinter den feindlichen Linien amerikanische Soldaten aus einem japanischen Gefangenenlager zu befreien ...

Das klingt nacht Himmelfahrtskommando, geht aber erstaunlich glatt über die Bühne.
Doch bis es soweit ist, wird erst mal 90 Minuten lang vorbereitet und gelitten. Denn während sich der Rettungstrupp auf den Weg macht, erleben die Gefangenen im japanischen Lager die Hölle.
Regisseur John Dahl hat ein paar durchaus harte Bilder präsent, die jedoch kaum die hohe Altersfreigabe von 18 Jahren rechtfertigen. Auch der Sturm auf das Lager verläuft relativ unblutig, dafür aber mit gut gemachter, aufwändiger Action.

Leider zeichnet "The Great Raid" ein zu undifferenziertes Bild. John Dahl ist eindeutig auf amerikanischer Seite und stellt die Japaner als brutale Menschenschinder dar, die unschuldige Gefangene bei lebendigem Leib verbrennen oder wahllos erschießen. Selbst wenn es so gewesen sein sollte, ist es vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen und politisch nicht unbedingt korrekt. So ging es zuletzt in den 80ern bei "Missing in Action" und den "Rambo"-Sequels zu.

Den Darstellern gelingt es, einige Schwächen dieses Dramas zu überspielen, auch wenn keiner der Stars wirklich herausragt. Joseph Fiennes hinterlässt als einziger einen länger anhaltenden Eindruck als von der Gefangenschaft gezeichneter Soldat. Connie Nielsen und Benjamin Bratt bewegen sich im oberen Mittelfeld.

Fazit:
Selbst wenn es nicht zum ganz großen Highlight gereicht hat, ging "The Great Raid" zu unrecht im Kino unter. Die professionelle Inszenierung und die trotz einiger Klischees und Längen spannende und am Ende tragische Story machen den Film durchaus sehenswert. 7/10 Punkten.

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