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Hier schießt Amor seine Pfeile in alle Richtungen und wo er trifft kommt es zu amüsanten Irrungen und Wirrungen! Die Toskana Ende des 19. Jahrhunderts: Inmitten einer geheimnisvollen Welt voller Feen und Waldgeister erleben mehrere Liebespaare die amourösesten Verwicklungen. Im Auftrag des Elfenkönigs Oberon hat es ein gewitzter Gnom auf die Liebenden abgesehen und verursacht mit Hilfe seiner magischen Liebestropfen ein unbeschreibliches Gefühlschaos.

Von William Shakespeare weiß man ja, das er eine durchaus "blumige" Sprache in seinen Texten verwendete, die man in alltäglichen Dialogen niemals benutzen würde. Genau hierauf muß man sich aber zwei Stunden lang bei dieser romantischen Komödie gefaßt machen, denn genau diesen Sprachstil nahm Michael Hoffman mit in seine 99er Verfilmung herüber.
Als Buch ist mir Shakespeare ehrlich gesagt zu trocken, insofern kann ich auch nicht sagen inwieweit sich die Macher an den Originalstoff gehalten haben, aber zumindest die Location wurde von Griechenland nach Italien verlegt, was dann ein wenig seltsam anmutet, denn die Namen bleiben griechisch. Charaktere wie Theseus, Egeus oder Demetrius beispielsweise würde man doch deutlich eher als Ruderer auf der Argo vermuten, als im toskanischen Lande im Mitten des 19. Jahrhunderts.
Wen das nicht abschreckt erlebt allerdings nicht nur ein mit Stars gespicktes Ensemble, sondern auch durchaus eine amüsante Geschichte in farbenfrohen Ambiente und Kostümen. Die Story wechselt dabei munter zwischen der Hochzeit des Herzogs, einer Viereck-Liebesgeschichte und streitenden Elfen mit Liebestrank Überschuß. Dazu eben noch gut aufgelegte Darsteller, da macht die Sache Laune. Für Kulturinteressierte und Buchfreunde mit wenig Zeit, denen Shakespeare nicht schon in der Schule madig gemacht wurde durchaus zu empfehlen.
7/10

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