Verfilmungen von Stephen King Romanen bzw. Geschichten haben es oft nicht leicht. Selten schafft es ein Film der auf den Erzählungen Kings beruht nur im entferntesten an die Bücher heranzureichen. Nun habe ich zwar das Buch "Der Fluch"( der Film beruht darauf) nicht gelesen, dennoch muss man auch hier sagen das der Film leider keineswegs als gut bezeichnet werden kann.
Story:
Der Übergewichtige Anwalt Billy Halleck ( Robert John Burke) hat seine Probleme mit dem abnehmen... Zu stark ist die Versuchung etwas schmackhaftes in sich hineinzustopfen. Obwohl seine Frau stets darauf pocht, das die Pfunde entlich purzeln, will es ihm einfach nicht gelingen abzuspecken. Doch das soll sich ändern. Nachdem er nähmlich eines Nachts mit seiner Gattin nach Hause fährt und sie ihm etwas zuviel erotische Zuneigung schenkt, überfährt er ausversehen eine alte Zigeunerin. Vor Gericht wird er durch die Hilfe des Richters und eines Polizisten, welche beide mit ihm befreundet sind freigesprochen. Doch als er aus dem Gerichtsgebäude tritt, wartet ein alter Zigeuner( besser gesagt der Chef der Zigeunertruppe) auf ihn und belegt ihn mit einem Fluch... dem Fluch des abnehmens....
Und schon bald nimmt er schneller ab als es ihm lieb ist... Sodass sein Leben in großer Gefahr schwebt. Er muss den Zigeunerchef finden und zwar so schnell wie möglich...
Tom Holland dürfte Fans von Horrorfilmen kein unbekannter sein. Ist der Regiesseur doch für kultige Klassiker wie "Chucky" oder "Fright night" verantwortlich. Leider kommt "Thinner" da bei weitem nicht heran, was an mehreren Gründen auszumachen ist. So wirkt die meines errachtens recht interessante Grundidee etwas zu zäh und unspannend inszeniert.
Nachdem die Charaktere eingeführt worden sind, dauert es einfach schlichtweg zu lange bis der Film in die Pöte kommt. Zu lange wird die körperliche Veränderung Billys dargestellt, auch wenn diese durch die Make-up Effekte gut dargestellt wird. Zu lange dauert es bis er merkt das da etwas falsch läuft mit ihm und den beiden die ihm vor Gericht geholfen haben.Da hätte man doch die Schraube etwas anziehen können. Leider geht es dann im gleichen Tempo weiter, die Suche nach den Zigeunern gestalltet sich recht spannungsarm und ein Nebenplot wird zu sehr aufgebläht.
Das Schlussdrittel nimmt dann etwas mehr Fahrt auf und kann ein paar kleine Spannungsmomente aufweisen wie z.B. eine kleine Beschießung des Zigeunerlagers und der Entführung einer Zigeunerin.
Das nächste Manko stellen die Darstellerischen Leistungen dar.
Irgendwie wirken die meisten Darsteller zu sehr aufgesetzt und overacting findet man zuhauf.
Vorallem dem Hauptdarsteller nimmt man die Verzweiflung zu selten ab.
Effekteteschnisch weiß leider nur die Verwandlung Billys zu gefallen. So ist seine Verwandlung vom Übergewichtigen zum Hungerhaken durch Make-up Effekte gut gemacht und weiß zu überzeugen. Leider wars das dann schon, denn die anderen Verwandlungen sehen etwas billig aus.
Zudem wird auf Gore und Splatter verzichtet, so das Schauwerte diesbezüglich ausfallen.
Fazit:
"Thinner" ist ein Horrorfilm, der als Kurzfilm sicherlich besser funktioniert. Zu viele längen, zu wenig Spannung und zu wenig Schauwerte machen den Streifen leider zu einem FIlm der mir nicht gefallen hat. So kann ich nur gerade so 3 Punkte vergeben.