kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 17.03.2013
Ein eigentlich uramerikanisches Thema mal interpretiert im Manga-Style: Eine Gruppe schräger Mädels mit so memorablen Namen wie "Melody", "Fanta" oder "Mac" bezieht das Haus einer Tante, das sich schließlich als Spukhaus entpuppt.
Knallbunte Matte Paintings, extrem trashige Special Effects und ein ausgeflippter J-Pop-Soundtrack prägen "Hausu". Regisseur Obayashi etabliert eine ganz eigene Ästhetik, die vieles vorwegnimmt, was an den Frühwerken von Regisseuren wie Tim Burton, Peter Jackson und vor allem Sam Raimi so sehr faszinierte. Die Bildmanipulationen wirken ausgesprochen provisorisch und verstecken sich nicht vor dem Zuschauer, sondern verstehen sich als ganz eigene Kunstform. Da man die abgesteckten Grenzen der Drehplätze selbst im fertigen Film noch erahnt, erinnert "Hausu" zum Teil sogar an ein Theaterstück, aber die Liebe zum Detail in der Gestaltung der Umgebung, die ähnlich wie bei "From Dusk Till Dawn" in allen Tagesphasen von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen gefilmt wird, führt zu einem ganz speziellen Filmerlebnis.
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