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Offensichtlich gemalte Hintergründe, seltsame Szenenübergänge, merkwürdige Bild- und Farbspielereien: HAUSU ist total surreal und wirkt wie eine dieser alten japanischen Mädels-Zeichentrickserien, aber in Echt. Oder auch: wie ein POLTERGEIST in Bekloppt oder ein Argento auf Happy Pills. Das Ganze ist zwar (überwiegend) schön anzusehen, aber auch viel zu zuckersüß. Bisweilen hatte ich das Gefühl, ich schaue die Abenteuer von Hanni und Nanni im Geisterspukhaus. Die paar kruden Augenblicke reichen bei weitem nicht aus, den mädchenhaften Kitschkram zu tilgen. Das Menschen fressende Klavier und die in der Luft herumtanzenden Körperteile (vor allem die tricktechnische Umsetzung in beiden Fällen) gehen eher nach hinten los. HAUSU bleibt bis heute auf seine ganz eigene Art faszinierend und ein (visuelles) Kuriosum, quält uns aber auf akustischer Ebene mit dem stets gleichen musikalischen (Klavierklimper-) Motiv.
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Komplett unterhaltsam und sehr detailverliebt. Kaum Szenen, in denen nichts passiert. Schauspielerisch nicht so der Überflieger... hat aber größtenteils doch ganz gut gepasst. Teilweise, gerade zum Schluss im Haus, kam's mir etwas vor wie die BSE-Version von einem Argento-Film. 9/10 käme ganz gut hin, denke ich. Ich halte es für angemessen. Ein Faible für Trashiges muss man allerdings mitbringen