Review

Der Top-Hijacking-Terrorist Philipps hat es auf die Ladung des gigantischen C-5 Galaxy Air Transporters abgesehen: Zwei F-117A Stealth-Bomber, die von der U.S. Air Force aus der Türkei zurück in die USA transportiert werden. Seine Leute dringen durch die Luftbetankungsanlage in die C-5 Galaxy ein und übernehmen mit rücksichtsloser Gewalt das Kommando. Sie haben die Rechnung allerdings ohne den F117A-Piloten Christopher Winfield (Andre Divoff) gemacht, der als Passagier mit an Bord ist. Hoch über den Wolken entbrennt ein gnadenloses Duell der Überschall-Giganten.

Die Story von F117A ist nicht unbedingt innovativ und könnte sich locker bei jedem Die Hard Lookalike Contest tummeln. Dennoch gibts einige Punkte, die diesen Film aus der Masse ähnlich gelagerten Kopien zumindest ein Flügelspitze weit herausragen lassen.
Die Effekte sind allesamt handgemacht und gar nicht mal schlecht ausgefallen, in Zeiten in denen sonst nur CGI geflickte Pixel über die Mattscheibe wandern, ist das ganze schon beinahe eine wohltuende Abwechslung. Zwar wird auch hier mit Modellen und natürlich den obligatorischen  Werbeaufnahmen courtesy by Air Force Television gearbeitet, alles andere wurde aber mit natürlich gewachsenen Explosionen und dreckigen Zweikämpfen aus Bodenhaltung recht hart auf die Leinwand gebannt. Zwar sehen die Aufnahmen des Vitual Reality Helms heutzutage absolut altbacken aus, aber immerhin bemühte man sich den damals neuen Stealth Fighter plausibel und authentisch  darzustellen, sogar eine Nachbildung in Originalgröße konnte man sich dabei leisten.
Auch die Terroristen verhalten einigermaßen nachvollziehbar. Ich glaube zwar nicht das ein Mensch locker durch den Einfüllschlauch eines Tankflugzeuges paßt, aber die Idee ist zumindest nicht gerade unclever. Auch das an Bord nicht geschossen werden soll, von wegen Luftdruckunterschied,  wird berücksicht (was den Film im Anschluß natürlich nicht daran hindert ganze MG Salven in die Bordwand zu knallen, aber da gings ja wirklich schon um Leben oder Tod). Leider gehts mit dem Realismus steil bergab, sobald die Passage im Transportflugzeug abgehandelt wurde und es zum finalen Luftkampf der beiden Tarnkappenjets geht.
Die Darsteller sind zwar nicht gerade Überflieger, aber für einen im Grunde simplen Actioner brauchbar. Andrew Divoff darf wohl das einzige Mal in seiner Karriere den strahlenden Helden geben, löst diese Aufgabe aber soweit wacker, während Jürgen Prochnow als fiesen Terrorist die Routine aus jeder Pore tropft, der Rest vom Fest fällt nicht unbedingt positiv oder negativ auf.
Erfreulich ist aber insgesamt das wirklich flotte Tempo, das nden Tag gelegt wird, bis auf drei kurze Passagen in dem die wohl notwendige Love Nummer durchgearbeitet wird gehts wirklich ohne Tempolimit daher, egal ob jetzt die Luftaufnahmen oder auch der Infight an Bord, da kann man über einige logische Patzer schon mal wegsehen, finde ich. Stealth War bietet wirklich basissolide Action und ist in der ungekürzten Version auch nicht gerade zimperlich was Gewalt angeht. Mir hats gefallen.
7/10  

Details
Ähnliche Filme