Das mittlerweile vierte und letzte Sequel der " Kickboxer-Reihe ", welches aber mit den Vorgängern fast gar nichts mehr zu tun hat. Regisseurin Kristine Peterson liefert mit " The Redemption " einen wirklich gelungenen Abschluss der Kampfsportreihe, welcher sich dazu auf sehr gutem B-Niveau bewegt. Auf jeden Fall sollten Actionfans einen Blick riskieren, da es jetzt auch eine ungekürzte deutsche DVD Veröffentlichung gibt. Im Kino hatte der harte Klopper jedoch keine Chance und obendrauf wurde der fünfte Teil auch noch indiziert.
Story:
Der Geschäftsmann und Kickboxer Negaal ( James Ryan ) will eine eigene Kickboxliga gründen. Wer nicht beitreten will, der stirbt. Genauso geht es einem Freund von Matt Reeves ( Mark Dacascos ). Aus Rache fliegt Matt nach Afrika, um Negaal im Alleingang das Handwerk zu legen. Doch unterwegs trifft er einen alten Bekannten, nämlich den Kämpfer Paul Croft ( Geoff Meed ). Zusammen mit Paul prügelt sich Matt durch Negaal´s Organisation, bis er ihm persönlich in einem Kampf gegenüber steht.
Das große Manko bei solchen Kampfsportfilmen ist die laue Story. Genau dieses Phänomen tritt auch hier ein. Zwar schafft es Peterson dies teils durch die Rasanz zu vertuschen, doch zwischen den Actionszenen macht sich das Defizit sehr wohl bemerkbar und damit bleibt der Film unspannend. Man geht strikt nach den klischeehaften Regeln eines Kampfsportfilms und verbaut sich somit einige Wendungen. Das Ganze bleibt zu vorhersehbar. Doch den Rest kann man als geglückt ansehen. Die süd afrikanische Kulisse bietet ein paar sehr schöne Bilder und die Musikuntermalung von John Massari ist gewohnt gut. Die Action bietet hauptsächlich Fights, ein paar ziemlich harte Morde und Verfolgungsjagden. Dacascos war an der Choreographie der Kämpfe beteiligt, welche hier nicht nur hart, sondern auch sehr spektakulär ausfallen. Dacascos macht alle Stunts selbst und arbeitet ohne Wire Work, dabei präsentiert er tolle Moves und darf kräftig austeilen. Überhaupt sind die Fights eine Augenweide und recht zahlreich vorhanden. Die zwei Fronten gehen auch wahrlich nicht zimperlich miteinander um. Negaal erschießt seine eigenen Leute bei Versagen, man prügelt sich gegenseitig tot, oder zündet seine Gegner einfach an. Langweilig wird es hier auf jeden Fall nie, was auch der sehr kurzen Laufzeit von gerade mal knapp 85 Minuten zu verdanken ist.
Meistens kann man die Darsteller bei solchen Filmen nur als schlecht abtun, hier aber nicht. Man hat es zwar nicht mit Edelmimen zu tun, doch man bewegt sich immerhin auf gutem durchschnittlichem Niveau. Mark Dacascos ist sogar besser und seine akrobatischen Kampfeinlagen ereichen schon die Spitzenklasse. James Ryan als Negaal ist etwas klischeebeladen, dafür aber schön fies und Geoff Meed gibt einen netten Sidekick ab.
Fazit:
Gut inszenierter Abschluss der Kickboxer Reihe. Schlappe und klischeebeladene Story, ziemlich unspannend, jedoch rasant umgesetzt. Die Fights sind hart und spektakulär choreographiert und zahlreich vorhanden. Score und Kulisse sind stimmig und die Darsteller erreichen ein deutlich höheres Niveau als in den Vorgängern.
Actionfans können unbedacht zugreifen, kurzweilige Unterhaltung garantiert.