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Oh je, Umberto Lenzis Beitrag zur italienischen Zombiewelle aus dem Jahre 1980, der eigentlich gar keiner ist – schließlich handelt es sich hier um radioaktiv verseuchte Menschen mit matschverkursteten Gesichtern, die nun superaggressiv durch die Gegend flitzen, mit Waffen hantieren, sogar Auto fahren, aber auch gerne mal an „normalen“ Menschen rumknabbern. Viel mehr Story bekommt man in diesem Splatter-Action-Reißer auch nicht geboten, dafür aber ein ziemliches Trash-Programm mit vollkommen selbstzweckhaftem Gesplatter, grenzwertigem Verhalten der Protagonisten, Dünnpfiff-Gesabbel, unglaubwürdiger Pseudo-Öko-Message und Hugo Stiglitz’ stoische Miene. Ok, die Kameraarbeit ist wirklich gut, aber wenn im nächsten Moment durch einen Kopfschuss der komplette Skalp wegfliegt, als wäre es eine Perücke, hat man die wieder schnell vergessen und lacht sich eher ins Fäustchen. Dass Lenzi gekonnt hätte, wenn er gewollt hätte, beweisen eine handvoll unheimlicher Szenen, in denen auch die entsprechende Atmosphäre eingefangen wurde. Auch diese Helfen Lenzis Großangriff auf den guten Geschmack aber nicht über den Trash-Status hinweg.

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