Review

"Requiem for a Dream" ist mit einem Wort beängstigend!

Der Film zählt wohl zu den Besten, die ich mir jemals angesehen habe. Es ist einfach nur krass, was bei "Requiem for a Dream" abgeht! Die psychisch gestörte Mutter Sara (Ellen Burstyn), die schließlich, wegen ihres Traums im Fernsehn aufzutreten, Speed abhängig wird, ihr Sohn Harry (Jared Leto), der durch seine Heroinsucht nicht nur seinen Arm verliert, sondern auch seine große Liebe Marion (Jennifer Connelly), die schließlich in die Prostitution geht, nur um sich den nächsten Hit zu finanzieren. Auch Tyrone (Marlon Waynes) glänzt mit einer hervorragenden Darstellung als Drogendealer und Junkie, der letzten Endes im Knast landet und zur Zwangsarbeit gezwungen wird.

"Requiem for a Dream" ist einfach der perfekte Film, um clean zu bleiben. Er veranschaulicht auf tragische und realistische Weise, was einem wirklich mit der Drogenabhängigkeit passieren kann. Der Film beginnt relativ harmlos, alles wird eher locker dargestellt, ja sogar bekommt man eine Art heiler Welt vorgestellt. Doch je länger diese Drogenabhängigkeit geschildert wird, umso mehr wird brutal aufgezeigt, was Drogenkonsum mit dem Menschen selbst und in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen anrichtet.

Ich finde es grandios, sich an dieses Thema in der Art und Weise heran zu trauen. Zugleich ist es auch bewunderswert mit welcher akribischen Genauigkeit der Regisseur Daren Aronofsky die Drogenabhängigkeit im "Zeitraffer" schildert.

"Requiem for a Dream" huldigt in keinster Weise den Drogenkonsum. Er schildert hart und kompromisslos die Auswegslosigkeit von diesem Konsum. Es wird einem bewußt, dass man diesen Konsum nicht in Grenzen halten kann, dass es eskalieren muss.

Aronofsky hat mit "Requiem for a Dream" ein Denkmal oder auch Mahnmal gegen die Drogen gesetzt. Der Film bringt einen, auch wenn man mit der ganzen Sache noch nie etwas zu tun gehabt hat, in einen Zustand des Nachdenkens. Es wird einem aufgezeigt, dass es solche Schwächen gibt und dass jeder zu jeder Zeit in eine solche Lage kommen kann aus der es nur sehr schwer einen Ausweg wieder gibt!
Für mich ist "Requiem of a Dream" einer der wenigen Filme, die wirklich auf den Magen schlagen und den man nicht so leicht mehr vergisst. Er sollte Pflicht in der Aufklärung von Jugendlichen über Drogen werden, anstatt der "behinderten" und "kindischen" Fotos, die man im Biologieunterricht vorgesetzt bekommt...dies ist jedoch sehr unrealistisch, da ich denke, dass der deutsche "Lehrkörper" wahrscheinlich noch nie etwas über diesen Film gehört hat...

10/10 Punkten

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