Review

Gleich vorweg: ich mag keine Drogenfilme (Ausnahme: Trainspotting; und Traffic ist ja eher ein Drogenmafia-Film, der zählt auch nicht).
Dieser Film wird ja von allen als der Geheimtip und das kleine Meisterwerk schlechthin angepriesen und ich dachte mir, ein Film der so gute Musik hat (das Thema kennt wohl mittlerweile jeder), kann so schlecht nicht sein. Falsch gedacht!
Was Regisseur Aronofsky hier abliefert, ist der dillettantische Versuch, einen künstlerisch anspruchsvollen Film abzuliefern. Und offenbar dachte Aronofsky, dazu reicht es, völlig willkürlich die verschiedensten Stilmittel einzusetzen, ob sie zur Szene passen oder nicht. Doch genau darin liegt das Problem; man sieht sofort, dass die Stilmittel hier nur Selbstzweck sind, um eben diesen nicht-vorhandenen künstlerischen Anspruch vorzugaukeln - und das kotzt an, denn es gibt imo kaum etwas schlimmeres als solche Pseudo-intellektuellen Machwerke!
Der Versuch, Mitleid mit den Charakteren zu erzeugen, missglückt auch auf ganzer Linie - vielleicht fehlt mir ja auch das nötige Verständnis, aber für mich sind diese Junkies selbst Schuld, wenn sie sich mit solchem Sch*** zupumpen! Das dann so möchtegern "tragisch" darzustellen, wirkt auf mich einfach nur peinlich, sorry!
Wie dem auch sei, auch abgesehen davon ist der Film einfach nur schlecht. Die Schauspieler sind größtenteils zu blass um wirklich zu überzeugen, die gute Musik ist ebenso unpassend eingesetzt wie der Stilmittel-Overkill... was bleibt ist ein Film, der viel sein möchte und nichts richtig ist.

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