Review

Lange ist es her, dass ich von Requiem for a Dream gehört habe, aber schon damals war ich mir sicher, einen guten Film versäumt zu haben. Was sich als richtig herausstellen sollte. Vor ein paar Tagen schließlich bekam ich Aronofskys "Meisterwerk" in die Hände und sah gespannt den 4 Charakteren zu, die über ein Jahr hinweg ihrem Ende entgegenvegetieren.

Um ganz kurz zusammenzufassen: Zwischen Süchten und Träumen hin- und hergerissen, wird im Zeitraum eines Jahres das Leben von 4 Menschen geschildert. Alle 4 sind (bzw. werden) süchtig und man erkennt schnell das wahrscheinliche Ende.

Trotzdem ist dieser Film in keinster Weise voraussehbar und jede Szene wirbt mit ihrer Scharfsinnigkeit und der (bereits aus Pi bekannten) bildgewaltigen Kameraführung. Einer der großen Pluspunkte ist zweifellos die Musik von Clint Mansell und dem Kronos Quartet, das Motiv der Melodie ist auch aus dem Herrn der Ringe bekannt. Die 4 Geiger in Verbindung mit der Ambienlastigen Elektronik von Mansell wirken beängstigend (Bsp. gegen Schluss) oder traumhaft schön (Bsp. Liebesszene) und verfehlen nie ihre Wirkung.

Die Handlung mag klischeehaft wirken, man denkt schnell an den typischen Süchtigen wie z.B. in Gridlockd, aber Aronofsky vermeidet es, Randgruppen darzustellen und somit Klischees zu schaffen.

Im Vergleich mit Pi offenbaren sich zwar Gemeinsamkeiten in der Kameraführung, trotzdem bleibt Requiem for a Dream ein Kosmos in sich und ist sicherlich zu den großen Meisterwerken in der Filmgeschichte zu zählen.

Ganz klar 10/10 Punkten.

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