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Erzählt werden zwei Geschichten, die der ältere Sarah, die nach einer Einladung zu einer Fernsehshow verzweifelt versucht mit Tabletten abzunehmen um in ihr rotes Lieblingskleid zu passen, und die von Harry, Marion und Tyrone, die versuchen in der Welt des Drogenhandels das große Geld zu machen, die Drogen selbst aber auch in einem Übermaß konsumieren. Die anfangs harmlos wirkende Situation der vier Personen entwickelt sich schnell zum absoluten Albtraum.
"Requiem for a Dream" zeigt absolut schonungslos die Welt des Drogenkonsums und wie Drogen das Leben dessen der sie nimmt zerreißen kann. Zum einen gibt es in dem Film das "Opfer", bei dem es sich um die ältere Sarah handelt, die den von ihrem Arzt verschriebenen Diattabletten verfällt und schon bald von grauenvollen Horrortrips heimgesucht wird (so treibt sie z.B. ihr permanent "laufender" Kühlschrank in den Wahnsinn). Endstation dieses grauenvollen Trips ist schließlich die Psychiatrie, was sie - auch lange nach ihrer Einweisung - nicht realisiert. Die anderen 3 Jugendliche, die sich - zumindest zum Teil - darüber im klaren sind was sie tun, werden ebenfalls von den Drogen kaputtgemacht. So landet der junge Harry mit einem schwer erkrankten und entzündeten Arm im Krankenhaus, wo ihm auch jener entfernt wird, seine Freundin Marion beginnt für Geld für Drogen mit anderen Männern ins Bett zu steigen, und rutscht noch weiter in die "schmutzige Szene" ab, und Tyrone landet im Knast, wo man ihn wie Dreck behandelt. Wenn man diese Schlussbilder sieht, dann versteht wahrscheinlich jeder warum Drogen nichts bringen. Es mag sein das mittendrin alles gut und schön ist, das zeigt der Film beim Einstieg ja, doch mit dem meist unvermeidbar steigendem Konsum kommt auch der unvermeidliche Absturz näher - und der wird in "Requiem for a Dream" intensiver gezeigt als in manch anderem Drogenfilm zuvor.
Besonders in dem Film ist neben der sehr gut durchdachten Story die Optik. So sieht man nicht wenige Szene beschleunigt ablaufen, die "Trips" werden surreal mit passenden Soundeffekten gestaltet, oftmals finden auch sehr schneller Bilderfolgen nacheinander statt - die im Laufe des Films aber fast schon zu oft vorkommen. Die Musik ist schön gewählt und unterstreicht die jeweiligen Situationen, und auch die Schauspieler bringen das Geschehen fabelhaft über die Bühne.
Man kann nur sagen, das der Film wirklich spitze ist, er fängt zwar noch recht schleppend und harmlos an, entwickelt sich dann aber sehr schnell weiter und zeigt einfach nur den "normalen" Ablauf von Drogenkonsum. Und das Resultat das man zu sehen bekommt kann man nur mit abschreckend und verstörend bezeichnen.

9/10

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