Alle Kurzkommentare


8

Sehr bedrückendes und tragisches Psychodrama, filmisch und schauspielerisch unglaublich intensiv...die Darstellung der Wirkung der Medikamente, Drogen und ganz generell der Gemütszustände und Phantasien ist sehr gelungen. Dramaturgisch ist mir allerdings nicht ganz klar, welchen "Dream" Harry und Marion eigentlich haben. Bei Harrys Mutter ist das klar, sie will unbedingt in die Fernsehshow, dafür will sie abnehmen, und die Apetitzügler sind Mittel zum Zweck. Für Harry und Marion hingegen ist das Konsumieren von Drogen Selbstzweck, sie WOLLEN ja den Rausch erleben. Und ihre Liebe zueinander haben sie bereits, die ist kein Traum.

Gezeigt wird das maximal tragische Scheitern der Protagonisten. Als Zuschauer wird man hier entweder großes Mitleid empfinden - oder aber sich ertappen als Voyeur des Niedergangs.

1

Nimm ein Thema wie Drogensucht oder Krankheit und mache den Film möglichst langweilig, und schon hast du die Kritiker auf deiner Seite. Hier feiert diese Problemfilmklientel sogar doppelt Triumphe, denn einerseits suhlt man sich in der Drogensucht des jungen Paares, andererseits wird uns der Magerwahn der ältlichen Mutter auch noch als Krankheit verkauft, also haben wir die beiden Lieblingskinder für den "Besonderen Film" zusammen, und von da an ist es eigentlich unerheblich wie schlecht der Film eigentlich ist. Die Handlung tritt auf der Stelle, es passiert nichts Aufregendes, nichts Interessantes. Zu allem Überfluß bestehen die unentwegten Einnahmen von Tabletten bei der unattraktiven Hexe von Mutter auch noch aus unzähligen Wiederholungen des gleichen Bildmaterials...ja, so spart man Geld bei einem Film.

10

Requiem for a dream ist wahrlich der depressiv stimmendste Film den ich jemals gesehn habe. Der Zuschauer wird Zeuge der Geschichte von vier Leuten und dem Leben im Rausch der Drogen. Kaum ein Zuschauer wird sich wohl ohne mittgefühl dieser Geschichte entziehen können. Der Film ist drastisch, rau und einfach nur ein harter schlag in die Magengrube. Die Geschichte welche sich langsam entwickelt wird immer mehr zum Horrortrip und ist somit nichts für zarte Gemüter. Die Darsteller spielen alle sehr glaubhaft und auf hochstem niveau. Wobei klar die die Musik und die Iszenierung den meisten Effekt erzielt. Aronofsky ist ein Genie und schafft es wie kaum ein anderer Regiesseur Charakterstudien gefallener Personen zu zeigen, die an Herz und Nieren gehen. Ein must see film...auch wenns weh tut.

10

Ein ganz, ganz starker Film! Immens bedrückend und technisch / handwerklich brillant inszeniert. Als Zuschauer kann man sich dem Sog der Bilder und der Story, die die Protagonisten in den Abgrund führt, kaum entziehen. Die vier Hauptcharaktere werden schonungslos auf ihrem Weg in die Hölle begleitet. Erst die Illusion ("Wir haben doch alles im Griff") und dann diese furios geschnittenen letzten 20 Minuten, die ein flaues Gefühl hinterlassen). Es ist dem Film hoch anzurechnen, die Drogenproblematik jenseits von Fun und Partykultur in schonungslosen, ehrlichen Bildern zu zeichnen. Wer auf Pokorn-Kino steht, sollte die Finger davon lassen - wer einen in allen Belangen hervorragenden Film zu einer ernsten Problematik sehen will, sollte unbedingt zugreifen. 10/10!

9

Abschreckender kann man die Drogenproblematik nicht darstellen. Versierter und kunstvoller auch nicht! Dieser Film könnte einem Drogenwitzfilme à la "Fear and Loathing in Las Vegas" direkt madig machen. Ein absolut aufrüttelnder, anklagender und aufklärender Film, der der tristen Kulisse des Plots allerdings etwas Wunderbares gegenüberstellt: Die schauspielerischen Leistungen der Akteure!!! 9/10

10

Ein verstörendes Meisterwerk, das an die Nieren geht wie kaum ein anderer Film, den ich gesehen habe. Die Verknüpfung der Schicksale von vier Menschen, die scheinbar unaufhaltsam ihrem seelischen und körperlichen Niedergang entgegensteuern, wurde ohne jeden Humor und Optimismus und damit ehrlich und absolut schonungslos inszeniert. Hammerharte Kost weit entfernt von jedem Hoffnungsschimmer. 10/10

10

Übelst hartes, aber geniales und zum Teil wunderschönes Drogen-Drama zu dem man nicht mehr sagen kann als: Schaut es euch an; ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen. Denn "Requiem for a Dream" ist ganz ganz großes Kino. 10/10

9

Brillantes Drogenmärchen, das ein verstörendes Bild einer desorientierten Gesellschaft zeichnet. Was Darren Aronofskys Film zu einem echten Hit macht, ist die perfekte Symbiose von Form und Inhalt, die hier auf die Leinwand gebracht wird, denn im Gegensatz zu vielen anderen zeitgenössischen Filmen wirkt die schnelle und ausgefallene Inszenierung hier nie selbstzweckhaft oder gekünstelt, sondern katalysiert die Wirkung der Geschichte. So fühlt man sich nach dem Ansehen von "Requiem for a Dream" wie mit dem Vorschlaghammer in die Eier gehauen, und das ist nur ehrlich. Die Darsteller sind über jeden Zweifel erhaben. Ein kleines Juwel des modernen Kinos.

0

Mit "Requiem For A Dream" hat Darren Aronofsky nach Pi einen erstklassigen Film geschaffen, den es so noch nie gab. Die Story ist schlicht, aber dennoch genial. Auch die Schauspieler (Jared Leto, Jennifer Connelly, Marlon Wayans, Ellen Burstyn) leisten hervorragende Leistung. Leute die einen ernsten Drogenfilm erwarten sind mit "Requiem For A Dream" bestens bedient, andere sollten vielleicht eher zu "Trainspotting" greifen...

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