THROW DOWN, Johnnie Tos zweites Geschenk an diesen Kinosommer, ist eine astreine und erklärte Hommage an Akira Kurosawa und dessen „Sanshiro Sugata“-Filme. Louis Koo spielt einen Judomeister, der sich plötzlich und unbesiegt auf der Höhe seiner Karriere aus dem Sportleben zurückgezogen hat, und sich nun tagtäglich in seiner verschuldeten Kneipe die Hucke gibt. Um ihn herum lungern Dutzende unzufriedene Judoka, die alle nur auf die geeignete Chance warten, den Champion herauszufordern. THROW DOWN begeistert mit seinem genialen Figurenensemble, das trotz herrlicher Schrullen und Skurrilitäten niemals entmenschlicht, sondern im Gegenteil nur noch nachvollziehbarer an die Zuschauer vermittelt wird; THROW DOWN fasziniert mit seinen aufsehenerregend choreographierten Judoszenen, die insbesondere bei einem Barfight, der Filmgeschichte schreiben wird, nicht ästhetischer hätten eingefangen werden können und das Potenzial haben die Popularität dieses Sports in Hongkong stark zu befördern; und THROW DOWN versäumt es nicht, vor seinem großartigen Full-Circle-Finale auch noch eine ordentliche Melancholienummer aufzublasen, mithin der dann die Hintergründe der seltsamen Ausgangssituation sehr nachvollziehbar ausgeschimmert werden. Fantastischer Film. 9/10