Erst im letzten Drittel temporeiches B-Movie um fiese Killerviren und profitgierige Konzerne.
Ken Conway (Matt McColm) ist ehemaliger Elitesoldat und arbeitet nun für den Meistbietenden. Doch aufgrund seiner Prinzipien weigert er sich die meisten Aufträge anzunehmen oder durchzuziehen, da es sich dabei um Verbrecher handelt, wie z.B. Rasheed (John Rhys-Davies), beim er kündigt, als dieser einen wehrlosen erschießt. Der kleine Anreißer bietet sehr kurze Action, die aber immerhin einigermaßen nett anzuschauen ist.
Conways Buchhalter Hutch (Clint Howard) beginnt spontan zu verzweifeln, doch der geht als echter Kerl erst mal mit seiner Ex-Flamme Marisa (Annabel Schofield) essen, die ihm einen neuen Auftrag zuschanzt. Er soll einen verschwundenen Virologen wieder finden, der für den Konzernchef Dr. Ramsey Krago (Ron Perlman) gearbeitet hat. Getreu den Gesetzen des Genres ist dieser ein echter Schmierlappen und man weiß instinktiv, dass er Dreck am Stecken hat.
Conway gibt sich als Virologe aus und stellt Nachforschungen an, beginnt sogar Krago zu verfolgen, was der gar nicht mag und versucht ihn zu ermorden. Nun hat Conway die Gewissheit, dass Krago ein Schurke ist und beginnt verstärkt zu ermitteln, was ihn natürlich in Lebensgefahr bringt.
Trotz des recht schmalen Budgets ist „Virus Attack“ immerhin optisch recht gelungen, was man von dem Script nicht sagen kann. Klischees aus der Mottenkiste des B-Actionfilms und eine Standardstory ohne ein einziges neues Element. Hinzu kommen noch flache Dialoge ohne Pointen mit einem gehörigen Tempomangel in den ersten zwei Dritteln.
Action gibt es in den ersten zwei Dritteln bis auf zwei winzige Szenen auch nicht, ehe „Virus Attack“ im Showdown noch mal richtig aufdreht und dort wirklich unterhält. Denn hier gibt es ein wenig Pyrotechnik, ein paar Martial Arts Szenen sowie ein paar einigermaßen blutige Schießereien. Die Action ist zudem auf solidem B-Niveau inszeniert und der Showdown einigermaßen lang, wenn auch unrealistisch: Zu zweit und weitaus schlechter bewaffnet nieten Conway plus Partnerin Kragos komplette Privatarmee um.
Die B-Besetzung ist einigermaßen prominent und kann Ron Perlman, Carol Alt, Clint Howard und John Rhys-Davies vorweisen, die auch alle ganz routiniert spielen. Auch Hauptdarsteller Matt McColm agiert recht passabel und die Nebendarsteller sind ganz OK.
Alles in allem ein ziemlich belangloses B-Actionfilmchen, das immerhin eine nette Optik und einen guten Showdown vorweisen kann.