Review

Vorweg: Ich wollte mir dieses Frühwerk Schwarzeneggers vor allen Dingen anschauen, um die ersten filmischen Schritte des großen Mimen zu sehen.
Das ich mir vorgenommen hatte, dieses ohne besondere Erwartung zu tun war nicht das schlechteste, denn es hatte durchaus seinen Reiz, Arnie in der Rolle als gelangweilter, aufmüpfiger Sproß des Zeus zu erleben.
Harmlose Raufereien, einen allenfalls als naiv zu bezeichnenden Halbgott, der Leichtatlethik betreibt und seine Muskeln zirkusreif hüpfen lässt, zeigen den Terminator nun mal von einer gänzlich anderen Seite.
Aber hier, wo die schlimmsten Verletzungen Beulen und Brummschädel sind, passt es, daß Herkules durch eine zeitweise Schwächung zum Nachdenken gebracht wird, seine "Ungezogenheit" einsieht, sich bei Papa entschuldigt und zum Olymp zurückkehrt.
Nicht zu vergessen, daß auch hier, via Radio, die Unzerstörbarkeit wahrer Freundschaft - auch zwischen Halbgott und Mensch - ihre Erwähnung findet.
Wüsste ich nicht, daß der Film 1970 entstand, könnte ich mich des Eindrucks einer Schwarzenegger-Persiflage nicht erwehren.
Der Streifen hat unzweifelhaft einen gewissen Charme und lässt den geneigten Filmfreund erkennen, daß mit der Zeit doch vieles besser werden kann.
Von daher auch als eine Art "Zeitgeschichtliches Dokument" zu betrachten, deshalb 7/10.

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