Review

Ich habe bisher schon über 2000 Filme gesehen, dieser hier gehört zu den witzigsten.
Wie ich zu diesem etwas merkwürdigen Urteil bei diesem Trash-Produkt komme?
Da muss ich weit ausholen.
Normalerweise lege ich mir keine DVDs zu, welche hier so niedrig bewertet werden. Gekauft habe ich die DVD dann, weil er mir in meiner Sammlung noch gefehlt hat (alle Schwarzeneggerfilme nun komplett).
Die DVD ist als Gesamtkunstwerk zu sehen, der Film macht richtig laune, wenn man darüber nachdenkt, ob die Crew/Schauspieler/Cast das absichtlich so stümperhaft gemacht hat, oder ob die nicht besser konnten. (Bei Schlingensief ist es Kunst).
Es fängt schon beim Cover an. Der Film wurde Ende der 60er Jahre gedreht (schöne Aufnahmen der New Yorker Hauptstraßen im Hintergrund, z.B. ein Kino wo grade Easy Rider läuft). Auf dem DVD Cover ist dann gleich mal die falsche Silhouette von New York abgebildet (das WTC ist nämlich erst 1973 eingeweiht worden...)
Nun zum Film:
=> Ton: Deutsche Synchro und Englische Synchro (!!) kann man vergessen, der Originalton (Schwerzenegger spricht eine Sprache, die Englisch sein könnte, hört sich noch schlimmer an als "McBain" in den Simpsons...) ist der Hammer.
=> Erste Szene, im Olymp (wie ca. 20% des restlichen Films)
Gedreht ist das augenscheinlich in einem New Yorker Park (vermutl. Central Park?), in der Nähe einer Hauptstraße,  und wie man an den vielen kahlen Bäumen im Hintergrund sieht, vermutlich irgendwann im Oktober/November (der Standartjahreszeit im Olymp). Als besonderes Highlight hat man teils Mühe der (belanglosen) Handlung zu folgen, weil im Hintergrund ständig Verkehrsgeräusche, Hupen,Hundegebell, und gelegentliche Rufe sowie Polizeisirenen viel interessanter (und teilweise so laut wie die Schauspieler) sind. Mächtig was los im griechischen Göttersitz.
Ich möchte nict zu viel auf die Handlung eingehen, nur soviel:
=> Es wird gespart wo es nur geht (auch am Drehbuchschreiber),
=>  Massenszenen werden nur mit Audiofootage und abgefilmten Plakaten simuliert (auch die Hauptdarsteller werden hier eingespart, man sieht NUR das Plakat).
=> Es kommen 100% stererotype 50er Jahre Gangster vor
=> Völlig aus dem nichts tauchen kurz vor Schluß Figuren auf, die vorher nie erwähnt wurden und retten die Situation
=> Die Charaktere verhalten sich meist absolut unlogisch, bzw. die Story hat Löcher (z.B. wieso lässt der Brezelverkäufer seine gesamte Ware nebst Verkaufsgerät ohne Not zurück, um mit Hercules loszuziehen??)
=> Im Hintergrund sind mehrfach Passanten zu sehen, die stehenbleiben und den Dreharbeiten zusehen.
=> Ein "Bär" taucht "zufällig" im Central Park (also nicht der Olymp, sondern der echte) auf. Ist aber eher ein Affenkostüm mit, die Bewegungen auch eher wie Bigfoot...
=> Auf der 5th Avenue steht "zufällig" ein Streitwagen unbewacht herum...
=> Selbst die Kampfszenen sind so dilettantisch umgesetzt, dass es schon wieder witzig ist.


Kurzum: Ich habe mich ca. 90 Minuten köstlich amüsiert, nicht über die Handlung, sondern die Art und Weise, wie der Film umgesetzt wurde.

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