Sixteen Candles - Das Darf man nur als Erwachsener
Also über die teils recht dümmlichen deutschen Titel, habe ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen (siehe "4th Floor"), aber wie dem auch sei:
Dieser Film gehört zu einer ganzen Reihe von Teenie-Komödien, die uns etwa Mitte der 80'er förmlich "überschwemmt" haben. Allen voran natürlich der Mega-Hammer: "Breakfast Club", der vermutlich eine ganze Generation geprägt haben dürfte, wie seinerzeit: "Denn sie wissen nicht was sie tun" unsere Eltern...
Im Grunde eine wunderbare High-School-Romanze, mit einer locker, flockigen Story:
Samantha, genannt "Sam" (Molly Ringwald) hat heute ihren großen Tag:
sie wird endlich 16, doch die Familie ist mehr mit den Hochzeitsvorbereitungen ihrer großen Schwester beschäftigt, und hat doch glatt ihren 16. Geburtstag vergessen !
Ein Unding für einen Teenager. Aber der Tag wird noch schlimmer:
Sie füllt so einen "Sex-Test" einer Schulfreundin aus, und wie es der Zufall so will, gerät das Blatt Papier in die Hände ihres großen Schul-Schwarms: "Jake" (Michael Schoeffling), der aber schon mit dem hübschesten Mädchen an der Schule geht...
Außerdem ist da noch: "Geek" (Anthony M. Hall), der mit seinen "verlotterten" Freunden (u.a.: John Cusack) eher zu den Außenseitern zählt, aber unsterblich in Samantha verliebt ist und sie keine Sekunde aus den Augen lässt. Als wenn das nicht schon genug wäre, kommen auch noch die nervigen Großeltern mit einem japanischen Austauschschüler zu Besuch und Besetzen auch prompt Sam's Zimmer, sodaß nur noch die unbequeme Couch zum Schlafen übrig bleibt.
Alles in Allem ein wunderbar schräger Geburtstag, der gar nicht schiefer hätte gehen können; aber am Ende gibt's dann doch noch ein Happy End; sogar für den japanischen Austauschschüler...
John Hughes (Autor und Regisseur dieser Story) hat uns Mitte der 80'er mit einer ganzer Welle ähnlicher Teenie-Komödien/Romanzen beglückt, als da wären:
"Pretty in Pink" (Drehbuch), "Ist sie nicht wunderbar" (Drehbuch), "LISA - Der helle Wahnsinn" (Buch und Regie), und natürlich die einzig wahre, übergeniale Teenie-Komödie:
"Breakfast Club" (die alle damals noch recht unbekannten Jungschauspieler über Nacht zu Weltstars gemacht haben dürfte). Und in genau diese Reihe paßt auch "Sixteen Candles".
Im Vergleich zu "Breakfast Club" ist dieser Film eigentlich nicht ganz so gut und vielleicht auch ein wenig "albern", oder auch etwas "platt".
D.h. bei diesem Film lassen sich erste Anzeichen solcher "Titten-Klamauk"-Schoten, wie z.B.: "Eis am Stiel", "Porkys", oder: "Der Typ mit dem irren Blick" erkennen, was dann wohl auch die FSK dazu bewegt hat, "Sixteen Candles" erst ab 16 Jahren freizugeben (die andere Komödien von John Hughes sind alle durchweg ab FSK12 !).
Nichtsdestotrotz gehört dieser Film für mich unbedingt ins DVD-Regal, da ich mit diesen ganzen Teenie-Klamotten doch irgendwie groß geworden bin...
-Eigentlich eine wunderbare Erinnerung an die guten, alten 80'er Jahre, mit der typischen Musik, den Klamotten, die lockeren Sprüche, einfach das ganze Umfeld.
Insofern ein spitzen Film.
Der Streifen ist zwar nicht wirklich schlecht, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich:
"Breakfast Club", oder: "Ist sie nicht wunderbar" vorziehen wollen, weil die Story da irgendwie "intensiver" ist, als bei diesem hier. Wie ich schon sagte, kommt hier mehr der "Klamauk" durch, wohingegen die anderen beiden doch eher ernsthafter ausgelegt sind (was ich persönlich bevorzugen würde).
Dennoch ist das eine herzallerliebste Romanze, die auch prima zu den anderen Teenie-Komödien paßt, und daher eigentlich nicht fehlen dürfte. Ein Film über das Erwachsenwerden, erste Sehnsüchte, die erste Liebe; einfach eine wunderbare Liebesgeschichte auf Teenie-Niveau.
Fazit:
Für alle Leute, die in den 80'ern auch ihre Teenie-Zeit erleben durften (so wie ich), gehört dieser Film sicher zum Pflichtprogramm, genau wie "Breakfast Club".
Ich bin nicht ganz sicher, ob heutige Teenager damit noch sehr viel anfangen können, aber zu meiner Zeit war das eine Erfahrung, die ich heute nicht missen möchte.
Von daher ist der Streifen auf jeden Fall wenigstens einmal sehenswert, für alle jungen (und jung gebliebenen) Leute.