Review

Als man noch gerne Zahnspange trug...


Sweet Sixteen... was gibt es Bittersüsseres für ein Teenie-Mädel in den 80igern? Wie wäre es mit einer anscheinend aussichtslosen Schwärmerei für den Schulschwarm, einer Familie die den eigenen Geburtstag vor lauter aufregender Hochzeit der großen Schwester vergisst, einem nervigen Freak der auf dich steht & obendrein noch einem verrückten asiatischen Austauschschüler? Das ist nämlich das grobe Szenario für diese John Hughes Coming-of-Age Komödie mitten aus meinem Lieblingsjahrzent.

Sixteen Candles hat Vieles, was in späteren Hughes Filmen noch ausgebaut & verbessert zum Kult wurde, verliert gegen übermächtige, tiefsinnigere, noch coolere Konkurrenz wie den Breakfast Club aber klar im internen Duell. Trotzdem schwelgte ich gerne in Erinnerungen & (wenn auch vorurteilsüberladenen) Bildern eines Jahrzehnts, in dem ich zwar geboren bin, das ich aber leider nie wirklich live erlebt habe.

Die Hauptdarstellerin ist süß & perfekt, der anhängliche Nerd etwas überspitzt, der Schulschwarm sympathisch stumpf & der Rest des damals frischen Ensembles fast das eigentliche, abgedrehte Highlight. Ohne Sixteen Candles sähen Filme die meine Generation prägten wie American Pie oder Superbad sicherlich anders aus, wenn sie denn überhaupt entstanden wären. Und schon alleine als Grundstein für John Hughes Karriere muss man dem Film seinen Erfolg gönnen. 

Hier wird gefeiert, geschwärmt, gepöbelt, geknutscht, geschmollt & noch so richtig schön naiv gelebt & geliebt - und das alles komplett amerikanisch, patriotisch & etwas sinnlos!

Fazit: sicher nicht der Beste John Hughes, aber ein stilsicherer Fingerzeig wo die aufregende, kultige Reise hingeht! 

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