Review

Das ist er also, der berühmt berüchtigte letzte Film von Pasolini. Hab ihn mir gestern aus der Videothek geholt, da ich ihn nur vom Hörensagen her kannte und doch ziemlich neugierig war, was an den Erzählungen über diesen sogenannten Skandalfilm wirklich dran ist. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Ich habe selten einen dämlicheren Film gesehen wie diesen!

Die Handlung ist gleich null. Der Film beschränkt sich einzig und allein darauf, möglichst viele Perversitäten und Sauereien aneinanderzureihen die sich von vier älteren Herren ausgedacht werden. Warum diese Vier dieses ganze Affentheater veranstalten, wird in den knapp zwei Stunden Spielzeit eigentlich auch nicht genau erklärt. Es ist halt einfach so...
Die Dialoge im Film drehen sich hauptsächlich um Scheisse und ums Ficken. Man muss sich solch hochgeistigen Gespräche anhören, bei denen es darum geht, bei welcher Nahrung Scheisse am Besten schmeckt oder welcher Arsch am schönsten ist (Das sind nur zwei Beispiele aus einer Vielzahl von Themen). Diese sinnentleerten Labereien strecken den Film zusätzlich, da der Film neben den aneinandergereihten Perversitäten hauptsächlich aus solchen Schwachsinn besteht. Kurz gesagt: Der Film ist stinklangweilig!

"Die 120 Tage von Sodom" ist ein Film, der seinerzeit sicherlich die Bezeichnung "Skandalfilm" verdiente, heute aber nur noch lächerlich wirkt. Gegen diesen Film sind die alten Kannibalen-Streifen aus Italien die reinsten filmischen Meisterwerke. Kaum zu glauben, dass es Leute gibt, die sich überwinden müssen, dieses Machwerk bis zu Ende anzusehen, da die Lächerlichkeit dieses Film doch wirklich aus allen Poren trieft.
Aber vielleicht liegts ja auch nur an mir und es übersteigt einfach nur meinen geistigen Horizont, um den tieferen Sinn dieses Werkes zu verstehen...

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