Review

Dass ich mir vor wenigen Tagen einen Film ausgeliehen habe, über den ich schon so oft bei der Suche nach „etwas anderen Filmen“ gestolpert bin, habe ich sogleich als guten Anlass gesehen auch einmal eine Film-Review auf der Seite zu schreiben, die mir selbst bei meinen Film-Recherchen mittlerweile Hilfsmittel Nr. 1 geworden ist.

Inhalt

DIE 120 TAGE VON SODOM beginnt ohne viele Umschweife damit, dass sich eine Gruppe Faschisten besonnen und entspannt jene jungen Opfer auswählen, die ihre lustvollen und perversen Begierden in einem großen Anwesen am Land erfüllen sollen. So fühlt man sich schon von Beginn an hilflos der Situation ausgeliefert, dass diese kranken Herren anscheinend tun und lassen können, was sie wollen – einfach weil sie es können.
In dem Anwesen, mit den vielen Regeln für „die Gäste“, lernen wir nun langsam und ruhig die immer grotesker werdenden Gelüste der Machthaber kennen, welche spätestens im Kapitel „Höllenkreis der Scheiße“ komplett ausufern und sich im „Höllenkreis des Blutes“ schließlich komplett dem Wahnsinn hingeben.

Bewertung

Meiner Meinung nach ist DIE 120 TAGE VON SODOM ein Film, den man sich einmal angesehen haben sollte, um sein Interesse zu stillen und diese Erfahrung zu machen, zum öfter sehen ist er jedoch eher nicht geeignet.
Die Geschichte wird sehr langsam erzählt und es gibt im Grunde keine Nebenhandlungsstränge – alles konzentriert sich auf die Thematik, was Menschen im Stande sind zu tun, wenn sie die nötige Macht besitzen – hier werden Menschen zu Objekten degradiert.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich nach längerem schauen doch etwas verwundert war, dass der Film weitaus weniger krank war, als erwartet. Nach dem Ende hat der Film aber doch meine Erwartungen an ihn erfüllt, da er ab dem Auftritt „der Hunde“ doch noch eine ziemliche Steigerung der Perversionen bereithielt und vor allem das Finale hat seine Wirkung nicht verfehlt, da dort die Kälte und Hoffnungslosigkeit ihr Maximum erreicht.

Fazit

Das schlimmste an dem Film ist wohl, dass man die Story, trotz der wirklich kranken (!) Perversionen, nicht für unglaubwürdig hält.

Ich gebe dem Film die Note 7: Zum einmal sehen durchaus eine interessante Erfahrung – jedoch keine Kaufempfehlung.

Details
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