"Die 120 Tage von Sodom" ist ein Höllenkreis aus Manien, Scheisse und Blut. In quasi drei Episoden werden uns Extremitäten und perverse Ausschweifungen der übelsten Sorte geboten. Die Geschichte stammt von einer frei adaptierten Romanvorlage Marquise de Sades.
Es geht um vier (total kranke) Faschisten die zur Zeit des kalten Krieges ein dutzend Jugendliche in eine große Villa verschleppen lassen. Was dort dann in der nächsten Tagen und Wochen passiert, lässt sich kaum noch in Worte fassen.
Jungs werden zur Homosexualität gezwungen, ein Mädchen wird dazu gedrängt ein Haufen frischen Kot zu fressen, ein anderes muss sich wie ein Hund an der Leine benehmen und ein Stück Teig verspeisen in dem lauter Nadeln integriert sind. Der Höhepunkt des Films aber und die mit Abstand ekligste Szene der Filmgeschichte ist das Essen, wo alle gezwungen werden ihre eigene gesammelte Scheisse zu verputzen. Ein Mädchen allein hat den reichen Säcken wohl nicht gelangt?
Jetzt ist die große Frage über die man sich schon Jahrzehnte streitet, ob dieses Machwerk Kunst oder der größte Skandalfilm des Jahrhunderts ist? Also für mich ist es weder das eine noch das andere!
6/10 Punkten