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Ohne Pasolini etwas unterstellen zu wollen, aber es entsteht fast der Verdacht, der Regisseur hätte unter dem Vorwand, einen reißerischen und anprankernden Arthouse Film drehen zu wollen, nur seine eigenen pädophilen Obsessionen befriedigt. Denn in diesem fürchterlichen Exploitationsschund im künstlerischen Gewand, welches so heuchlerisch wirkt, nach verschlüsselten Botschaften zu suchen, ist Zeitverschwendung. Es ist ja auch so politisch aussagekräftig, wenn ein nacktes, junges Mädchen gezwungen wird, einen Teller voll mit Exkrementen zu verspeisen, nicht wahr? Und das Gezeigte ist nicht einmal richtig schockierend, sondern nur obszön und schnell langweilig. Aber immer schön die Musik des armen Carl Orff mit dem Nationalsozialismus in Verbindung bringen, gell? Ein Aufschrei gegen den Faschismus, dass ich nicht lache! Fazit: Ein durch und durch verabscheuungswürdiges Werk.
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Dieses Werk stellt mich vor zwei Probleme: Zum Einen bin ich mir bis heute nicht schlüssig, ob es darauf abzielt, den Menschen mit widerwärtigen Szenen zu schocken (was der Film mit Sicherheit bei einigen Menschen schaffen sollte) oder ob er einen zu Tode langweilen will. Pasolini hat sicher für seine Zeit einen Schocker kreiert. Aber bei Weitem keinen zeitlosen. Mich hat der Film werder umgehauen, noch mich groß eine Metapher über den Faschismus denken lassen. Solche erniedrigenden Spielchen gab es schon alle Zeit in der menschlichen Gesellschaft. Für mich bleibt es daher einfach nur ein auf Ekel pochender Unterklasse-Streifen, bei dem man Zeit sparen kann, wenn man sich was Anderes anschaut.
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Salo hab ich mir nichtsahnend vor einigen Jahren mal angesehen mit einigen Freunden und dieses war der erste Film auf den alle beteiligten anders reagierten. Einige waren schockiert anderen wurde schlecht ... also fällt es mir schwer diesen Film zu bewerten. Als ich mir den Film angesehen hatte sah es anfangs echt vielversprechend aus aber so schlimm wie ich annahm fand ich ihn garnicht... Meiner Meinung nach war der Film von der Idee her echt gut ... Die Story hätte etwas ausgereifter werden können ... und die Szenen etwas "schlimmer" ... Daher reicht meine Bewertung nicht über 6\10.
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Was Ekelhafteres als das, hab ich noch nie gesehen und ich hab schon einiges gesehen. Der Mensch wird hier behandelt wie Dreck, und was die Schauspieler dazu gebracht hat hier mitzumachen ist mir ein Rätsel. Allein die Dialoge, wenn man sie so nennen will, sind teilweise schon so abartig, dass man am liebsten den Ton ausschalten möchte. Ich hoffe dieses Review regt niemanden zum anschauen von diesem Mist an, der kann echt bleibende Schäden hinterlassen und wer ihn doch anschauen will, lieber Eimer zum reinkotzen mitnehmen...
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aka "Anusfreunde unter sich" ....Der Film ist absolut krank, aber auf hohem rhetorisch-poetischen Niveau...schockierend fand ich ihn nur wenig, eher zum brüllen komisch...da wären Männer in Brautkleidern, klassisch-unrealistische Filmküsse und köstliche, erotische Geschichten, die primär von Ärschen und deren Vorzügen handeln (auch kulinarischer Natur)...hier waren Witzbolde am Werk, sowie jugendliche Schauspieler, die mit Sicherheit bleibende Schäden davongetragen haben....die Mißhandlungen gegen Ende sind ziemlich heftig, das Drehbuch liest sich (wahrscheinlich) wie ein Kontaktmagazin für sexuell abartige Rhetorikstudenten....widerwärtig, ekelhaft, pervers, ordinär, saukomisch...7/10
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Dieser Film lebt im Endeffekt eigentlich nur davon,dass Sex und Gewalt in Maßen vorhanden sind und dass mit dem Menschenleben umgegangen wird wie mit Dreck. Der Film ist abartig und schlecht und ich denke,dass der Regisseur genau das wollte. Immerhin hat es der Film zu einem der meistdiskutiertesten überhaupt geschafft. Ich möchte hier noch eine Filmkritik zitieren,die ich vor kurzem hierzu gelesen habe:"Ein Film den man einmal gesehen haben muss und dann nie wieder."
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"Die 120 Tage von Sodom" ist ein in seinen Gewalt- und Ekelszenen obszöner und in den Sexszenen perverser Film, der allerdings dem Werk De Sades Tiefe verleiht und die Thematik um sexuelle Perversion und Folter ernstnimmt. Trotzdem weist der Film einen durchweg ausgeprägten künstlerischen Stil auf. Aufgrund des geistigen Anspruchs vergebe ich 8 von 10 Punkten.
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Es handelt sich hier um einer meiner Meinung nach ganz speziellen Gattung von Film. Die Handlung beschränkt sich eben darauf, dass vier Faschisten sich mit je acht jungen Männern und Frauen auf eine Landresidenz zurückziehen und sie immer ansteigenden Perversionen aussetzen. Aber das macht den Film nicht aus. Vielmehr ist es die besonders stille, aber doch extrem schockierende Wirkung und das gesamte Klima, das den Film bestimmt. Es ist eben ein Kunstfilm. 9/10
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Krasser Sadismus-Reißer, der exploitativ die Natur der faschistischen Ideologie darstellt. Interpretationswürdig ist "Die 120 Tage von Sodom" meiner Ansicht nach zwar dennoch nicht, aber glücklicherweise erhebt er auch keinesfalls diesen Anspruch. Ein Meisterwerk, das seine Schockwirkung nicht verfehlt.
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Selten hatte ich bei einem Film das Problem, mein Essen bei mir zu behalten. Denn dieser Film bringt einen fast zum Kotzen. Es geht um eine fiktive Gruppe von faschistischen Herren, die Jungen und Maedchen in eine Burg einsperren, um allerlei saditische und abartige Spielchen zu spielen. Dieser Film ist wahrlich eine "Tour-de-force" und am Ende fuehlte ich mich richtig schlecht. Das hatte vor allem zu tun mit Kot- und Folter-Szenen, die zwar nur am Ende des Films gezeigt werden, in ihrer Art aber beinahe traumatisch sind. Ein Film, den man einmal sieht, aber nicht ein zweites Mal. Die selbstverstaendliche Art, in der hier ueber Scheissen, Ficken und Morden gesprochen und gehandelt wird, ist von einer Selbstgefaelligkeit, die wie ein Schlag in die Magengrube ist. Der Mensch wird zum Objekt und verliert seine Identitaet voellig, bis er willkuerlich abgeschlachtet wird. Wegen seiner Thematik nur fuer ein reifes Publikum geeignet. Sowieso kein Gruppenfilm. ++